"Das ist offenbar das Einzige, was unsere Manager derzeit machen: Personal abbauen und Liegenschaften verkaufen", schießt Personalvertreter Heinz Kirchmair scharf. Und er kenne viele, bei denen der Verkauf der Innsbrucker Hauptpost in der Maximilianstraße nur Kopfschütteln auslöst. "Die Mieteinnahmen lagen zwischen 70.000 Euro und 100.000 Euro pro Monat, und es sind nur Topmieter", weiß Kirchmair.
Auch der Kaufpreis ist dem Gewerkschafter zu niedrig: Angeblich bezahlte eine private Investorengruppe 15 bis 16 Millionen Euro, es gebe aber ein Gutachten, das den Wert mit 20 Millionen Euro beziffert. "Wer die Lage kennt, kann sich das gut vorstellen." Innsbrucks Immo-Profi Rene Benko soll bis zuletzt mitgeboten, letztlich aber den Kürzeren gezogen haben.
Suche nach Postpartnern
Unterdessen geht die Suche nach Postpartnern weiter. 45 Postämter sollten heuer geschlossen werden, "doch es werden keine Postpartner gefunden. Und von den bestehenden wollen auch schon ein paar wieder aufgeben", kritisiert Kirchmair erneut den Kahlschlag des Managements. Erst mit 21 Partnern seien Verträge abgeschlossen.
Kirchmair fürchtet, dass im Weihnachtsgeschäft weitere Postpartner die Lust verlieren werden: "Das wird eine echte Nagelprobe. Da wird man dann deutlich sehen, dass es doch nicht so einfach ist, ein Postamt zu ersetzen."
von Stefan Ruef, Tiroler Krone








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