Massive Schulden hat der 47-jährige Angeklagte. Laut Anklage über 200.000 Euro. "Leute, die durch 'Paula' alles verloren haben, stehen dank Ihnen im Regen", poltert Staatsanwältin Gertraud Pichler. "Nur weil Sie sich nicht rausgesehen haben aus den Schulden, dachten Sie sich, räum ich denen einfach den Wald leer!"
26.000 Euro eingesteckt
"Er hatte ein super Auftreten, machte einen schönen Vertrag, aber dann ist es finster geworden", erzählt eines der Opfer. "30-mal hab ich angerufen, aber er hat nie abgehoben." Insgesamt 26.000 Euro steckte der 47-Jährige, dem 2003 die Gewerbeberechtigung entzogen worden ist, in die eigene Tasche.
"Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich gezahlt"
"Was haben Sie mit dem Geld gemacht?", will Richter Gernot Patzak wissen. "Als meine Firma geschlossen wurde, hatte ich keine 30 Euro in der Tasche", rechtfertigt sich der Ex-Unternehmer weinerlich. "Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich eh gezahlt." "Sie hätten die Aufträge gar nicht annehmen dürfen!", stellt Patzak klar.
"Ihn einzusperren nützt nichts", meint die Staatsanwältin, "er soll hackeln gehen." Der Schöffensenat sieht das genauso: 20 Monate bedingte Haft, nicht rechtskräftig.
von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"








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