Mo, 20. August 2018

WM-Debatte

06.06.2018 20:59

Gebrochen? „Deutschland sicher kein Top-Favorit“

In nur einer Woche geht sie los - die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland! Auch in der jüngsten Ausgabe unserer neuen Live-Diskussionssendung #brennpunkt (jeden Mittwoch um 19 Uhr hier auf krone.at) drehte sich bereits alles rund ums runde Leder - Moderatorin Katia Wagner lud wieder Top-Experten ins krone.tv-Studio. Die Highlights gibt‘s oben im Video und die ganze Sendung können Sie hier nachsehen!

Rapids letzter Meistertrainer Peter Pacult ging am Mittwochabend vor allem mit den Deutschen hart ins Gericht: „Man muss einfach ehrlich sagen: Die sind sicher heuer kein Top-Favorit!“ Viele wichtige Spieler seien nicht mehr in derselben Form wie in den letzten Jahren. „Und irgendwann kommt der Bruch ...“ Dies könne mit den vielen Umstellungen zu tun haben. Und wenn der Eklat um das Erdogan-Foto auf die Spieler abfärbe, sei dies natürlich ein Problem für die Mannschaft, sagte Pacult.

Was Österreichs Nationalteam betrifft, zählt für Pacult letztendlich die Qualifikation für die Europameisterschaft. „Ein neuer Trainer (Franco Foda, Anm.) bedeutet auch neue Motivation.“

„Gäbe es die EU nicht, hätte Italien längst eine Ausländersperre“
Auch Nicht-Teilnehmer Italien war im krone.tv-Studio natürlich ein Thema: „Gäbe es die EU nicht, hätte Italien längst die Ausländersperre“, analysierte Fußball-Legende Herbert Prohaska. Es würden zu viele ausländische Spieler rekrutiert und viel zu wenig in eigene Jugendarbeit investiert. 

Beim Freundschaftsspiel Österreich gegen Brasilien (Sonntag, 10.6., 16 Uhr) im Wiener Ernst-Happel-Stadion erwartet sich Prohaska „ein ähnliches Spiel“ wie in Klagenfurt (2:1 gegen Deutschland). „Es sind oft die Kleinigkeiten, wo man es dann nicht schafft“, warnte Prohaska. Aber mit einem neuen Trainer komme für Österreich auch frischer Wind. „Ich bin der Meinung das wir eine gute Mannschaft haben.“ Allerdings müsse jedem Spieler klar sein, dass jetzt etwas anderes auf uns zukommt ...

In Österreich fehlt verstärkter Polizeieinsatz
Ex-Teamspieler Paul Scharner kritisierte zum Thema Sicherheit, dass in Österreich verstärkter Polizeieinsatz fehle: „Wenn sich Familien fürchten müssen, weil sie auf der falschen Seite sitzen, muss was getan werden.“ Man könne zwar nie etwas ausschließen, aber die Sicherheit bei der WM sieht Scharner gewährleistet. Russland habe sicher sämtliche Vorkerhungen getroffen, auch wenn es sich um eine gewaltige Herausforderung handle.

„Spanier extrem stark“
„Extrem stark“ schätzt Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer die Spanier ein. „Ich bin allerdings gespannt, ob sie wieder an das Ende 2008/10 andocken können.“ Sicherheit sei bei der WM natürlich eines der Hauptthemen. Ebenbauer betonte, dass die Herausforderung bei großen Menschenansammlungen enorm sei. Doch auch er scheint unbesorgt: So könnte es sich gerade Russland „gar nicht leisten, nichts gegen Ausschreitungen und Gewalt zu tun“.

„Brauchen uns für nichts schämen“
Die Expertenrunde war sich einig: „Österreich braucht sich trotz verfehlter Teilnahme für nichts zu schämen!“ Der Testspiel-Erfolg gegen Weltmeister Deutschland sei schon eine „große Freude“. Gerade weil wir, so Ebenbauer, „budgetär eben nicht die Brasilianer des Fußballs sind“.

Sämtliche Ausgaben des neuen Talk-Formats (jeden Mittwoch, 19 Uhr, hier auf krone.at) zum Nachsehen sowie Highlight-Videos finden Sie unter krone.at/brennpunkt.

Martin Kallinger
Martin Kallinger
Jana Pasching
Jana Pasching

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