Do, 15. November 2018

Özil versteckt sich

06.06.2018 08:48

Eklat um Erdogan-Foto: Gündogan stellt sich Kritik

Während Mesut Özil beim offiziellen DFB-Medientag den Fragen der Journalisten aus dem Weg ging, sprach Ilkay Gündogan  über das Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und erklärte, dass ihn die heftigen Reaktionen überrascht hätten. Oben im Video sehen Sie das Porträt des WM-Spielers!

Beim Testspiel in Klagenfurt mussten sich Mesut Özil und Ilkay Gündogan Pfiffe der deutschen Fans anhören. Beide haben dazu geschwiegen und auch Interviews abgelehnt. 

Vor einigen Wochen sorgte ihr Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan für viele Negativ-Schlagzeilen und massive Kritik. Und auch jetzt noch dürfte die Fans dieser gemeinsame Auftritt stören.

Özil schweigt
Mesut Özil verweigerte beim DFB-Medientag am Montag das Gespräch mit den Journalisten auf eigenen Wunsch. „Mesut Özil hat für sich das Verständnis, alles zu dem Thema gesagt und besprochen zu haben“, ließ der DFB ausrichten. Gündogan hingegen stellte sich der Kritik.

„Einige Reaktionen haben mich getroffen, vor allem auch die persönlichen Beleidigungen. Ich verstehe, dass man die Aktion nicht gut finden muss“, sagte der 27-jährige Mittelfeldspieler in einem Interview mit der deutschen Presse-Agentur und betonte: „In den letzten Jahren haben wir viel dazu beigetragen, die Integration in Deutschland zu fördern.“

„Es war nie das Thema, ein politisches Statement zu setzen“
Der Manchester-City-Spieler versuchte die Wogen zu glätten:„Wir haben durch unsere türkischen Wurzeln noch einen sehr starken Bezug zur Türkei. Das heißt aber nicht, dass wir jemals behauptet hätten, Herr Steinmeier sei nicht unser Bundespräsident oder Frau Merkel nicht unsere Bundeskanzlerin. Es war nie das Thema, ein politisches Statement zu setzen.“

Über die Pfiffe beim Testspiel in Klagenfurt meinte er: „Man ist Pfiffe von gegnerischen Fans gewohnt, aber wenn die eigenen Fans pfeifen, dann ist es schwierig, damit umzugehen. Mal sehen, wie es in Leverkusen ist.“

„Aber beleidigen lassen, will ich micht nicht“
Zudem erklärte Gündogan, dass er offen für Kritik sei: „Jeder Mensch hat seine eigene Meinung. Deswegen haben wir auch die Meinungsfreiheit. Dafür stehe ich. Genau dafür fühle ich mich privilegiert, in Deutschland geboren und aufgewachsen zu sein. Aber beleidigen lassen, will ich mich auch nicht.“

Und wie ist dieses Foto eigentlich zustande gekommen? Özil und Gündogan waren bei einer Veranstaltung, bei der Stipendien aus der Türkei verteilt worden sind, eingeladen. Im diesem Rahmen ist das Foto entstanden. Laut dem Ex-BVB-Spieler seien alle türkischstämmigen Fußballer aus der Premier League dort eingeladen gewesen.

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.