Mo, 24. September 2018

Initiative:

02.06.2018 08:30

Dorfbewohner wollen ihre Ortstafeln nicht hergeben

Das Dorf Hinterholz, ein Ortsteil von Mauthausen, ist bereits über 300 Jahre alt, fand unter anderem auch zu Zeiten von Maria Theresia seine Erwähnung. Und trotzdem wurde nun im Gemeinderat beschlossen, dass die Hinterholzner ihre Ortstafeln verlieren sollen. Doch die Dorfbewohner lassen sich das nicht gefallen!

Knapp 110 Menschen leben in Hinterholz. Nicht zu verwechseln mit „Hinterholz 8“, der fiktiven Wienerwald-Adresse in der österreichischen Filmkomödie mit Roland Düringer. Wenngleich die aktuelle Thematik im zu Mauthausen gehörenden Hinterholz beinahe schon filmreif erscheint.

Denn weil das Dorf in den letzten Jahren wuchs und man die neuen Häuser, die außerhalb der Ortstafeln stehen, in die in Hinterholz geltende 30er-Zone miteinbinden wollte, entschied der Straßenausschuss kurzerhand, vorzuschlagen, die Hinterholzner Ortstafeln zu schleifen und das Dorf in die Siedlung davor einzugliedern. „Aus meiner Sicht ist damit der Straßenausschuss ganz klar übers Ziel hinausgeschossen“, zeigt sich Anrainer und Grünen-Gemeinderat Johann Hinterplattner entsetzt. Vor allem deswegen, weil die Angelegenheit im Gemeinderat auch so beschlossen wurde. Die Hinterholz-Ortstafeln werden durch Mauthausen-Tafeln mit Zusatz Ortsteil Hinterholz ersetzt.

„Das kommt einem Drüberfahren gleich!“
„Wir verlieren unser äußeres Zeichen. Das kommt einem Drüberfahren gleich“, so Hinterplattner. Die überwältigende Mehrheit der Hinterholzner hat deshalb auch die Forderungen der neugegründeten Initiative für die Erhaltung der Ortstafeln unterschrieben. Darin fordert man unter anderem die Versetzung der einen Tafel um knapp 50 Meter, was den 30er auch für die neuen Häuser gewährleisten würde ...

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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