Südtirol als Vorbild

Dalai Lama trifft in Bozen Durnwalder

Tirol
17.11.2009 13:02
Bereits zum dritten Mal befindet sich derzeit der Dalai Lama auf Besuch in Südtirol. Am Dienstag traf das geistliche Oberhaupt der Tibeter zu einem Vieraugengespräch mit dem Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) zusammen. Thema war unter anderem der Status der Autonomie-Verhandlungen mit China.

"Die Volksrepublik China verändert sich und sie wird sich dem weltweiten Trend hin zu mehr Freiheit, Demokratie und Offenheit nicht entziehen können", meinte der Dalai Lama. Die Weltgemeinschaft habe die Verantwortung, China auf diesen Weg zu bringen.

Der 14. Dalai Lama, der unter dem Namen Tensin Gyatso geboren wurde, zeigte sich optimistisch, dass Tibet einer Autonomielösung näher komme. "Ich verfolge die Entwicklung Chinas seit mittlerweile fast 60 Jahren und kann feststellen, dass die Kommunistische Partei durchaus fähig ist, sich den sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen", sagte der Dalai Lama. Es gebe starke Bestrebungen von unten, in China die Meinungs- und Informationsfreiheit durchzusetzen. Gerade diese sei wichtig, wenn sich die Bevölkerung selbst ein Bild von dem machen soll, was im Land passiere.

Südtirol als Musterbeispiel
Südtirols Autonomie gelte vielen als Musterbeispiel dafür, wie der Konflikt um Tibet beigelegt werden könne. "Wir sind ein Beispiel dafür, dass man auch als kleine Minderheit seine Identität bewahren kann, wenn man sich mit Beharrlichkeit dafür einsetzt", meinte Durnwalder. Die Ausgangssituation Tibets sei mit der Südtirols allerdings kaum zu vergleichen.

Auch konkrete Unterstützung für die Exil-Tibeter wurde zugesagt. In den vergangenen Jahren habe Südtirol Tibet bereits 650.000 Euro zukommen lassen, die in insgesamt 17 Projekte flossen. In den kommenden drei Jahren sollen weitere 337.000 Euro für den Bau von 22 Versammlungshäusern in tibetischen Siedlungen in Nepal und Indien zur Verfügung gestellt werden.

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