"Wir wollen keine Ausschreibung. Denn Rettungsdienst eignet sich nicht für den kommerziellen Wettbewerb", sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrman vor kurzem bei der Landesversammlung des bayerischen Roten Kreuzes.
Durch das klare "Nein" der bayerischen Staatsregierung fühlt sich die Liste Fritz in ihrer ablehnenden Haltung bestätigt: "Das sollte der ÖVP-SPÖ Landesregierung schwer zu denken geben. Wenn kommerzieller Wettbewerb bei der Gesundheitsversorgung der Bürger in Kiefersfelden schlecht ist, dann wird er auch in Kufstein schlecht sein" , erklärt Landtagsabgeordneter Bernhard Ernst.
Wird das Rettungswesen teurer?
Eine europaweite Ausschreibung sei nicht zwingend vorgeschrieben, die ÖVP-SPÖ-Landesregierung riskiere daher ohne Notwendigkeit die Zerschlagung des Tiroler Rettungswesens. "Den mehr als 4.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die allein beim Roten Kreuz im vergangenen Jahr rund 800.000 Einsatzstunden im Wert von 18 Millionen Euro geleistet haben, gibt die Landesregierung den Laufpass. Das Rettungswesen in Tirol wird damit künftig teurer", prophezeit Ernst.
Das bestreitet Gesundheits-Landesrat Bernhard Tilg: Vielmehr drohe ohne Neuordnung des Rettungsdienstes eine massive Verteuerung. Fünf Anbieter interessieren sich für die Aufgabe, die wegen der vielen Urlauber in Tirol als lukrativ gilt. Noch warten jedoch alle auf die Ausschreibungsunterlagen des Landes…
von Philipp Neuner, Tiroler Krone








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