Do, 15. November 2018

Unser Diskus-Star

21.05.2018 10:38

Rekordmann Weißhaidinger: „Ich war echt baff!“

Ein wenig war sich Österreichs Diskus-Sensationsmann Lukas Weißhaidinger nach seinem neuerlichen Rekordwettkampf selbst ein ein Rätsel. Nach dem missratenen Beginn mit zwei verpatzten Würfen kam er in Rehlingen plötzlich in den Wettkampf hinein, ließ mit 68,57 und 68,98 Metern zwei neue Rekorde und den Sieg folgen. Weißhaidinger meinte dazu im ÖOC-Newsletter: „Ich war echt baff! Warum es plötzlich funktionierte? Ich kann es nicht genau sagen.“ Zur Belohnung wollte er sich Pfingstmontag entspannen und mit einem Glas Sekt mit seiner Freundin Hanna anstoßen: „Die komplette deutsche Diskus-Elite schlägt man schließlich nicht alle Tage!“  

Der Wettkampf, so Weißhaidinger, sei nichts „für schwache Nerven“ gewesen. Schließlich hatte er auch an einer Knöchelverletzung laboriert. „Ich habe den Knöchel acht Mal bandagiert, hatte so keine Schmerzen. Das Aufwärmen verlief noch gut, auch die ersten zwei Versuche beim Einwerfen. Dann kam plötzlich der Knacks. Nach zwei schlechten Versuchen im Wettkampf hab‘ ich mir gesagt: Du musst ruhiger werfen, mehr auf die richtige Technik achten. Mit hektischen Bewegungen erreichst du nichts.“ Danach kamen die neuen Traumweiten, womit er seinen heuer auf Teneriffa erzielten Rekord (68,21 Meter) wieder deutlich verbesserte.

Weißhaidinger wiederholte seine Aussage, dass Rekorde sich eben nicht planen lassen. „Die passieren eben. Jetzt sind sie innerhalb weniger Wochen mehrmals passiert. Das hat sicher mit der Technikumstellung zu tun. Wir konzentrieren uns jetzt noch mehr auf die Abwurfphase, auch das Krafttraining haben wir weiter ausgebaut. Und im Moment passt mein Selbstvertrauen, es läuft im Jahr 2018.“ Schließlich hat er heuer bei seinen fünf Wettkämpfen (inklusive dem Hallen-Meeting in im Jänner in Berlin) vier Siege gefeiert und dabei auch die beiden letzten Olympiasieger, Robert und Christoph Harting, besiegt.

Jetzt heißt für ihn, die unglaubliche Superform zu halten. Schon am 31. Mai folgt sein Start bei der Diamond League in Rom, dies ist heuer das erste Mal, dass der Diskuswurf der Männerwurf der Männer bei der Königsliga der Leichtathleten auf dem Programm steht. Die Konkurrenz ist gewarnt. Vielleicht gelingt dem Oberösterreicher die nächste Sensation. Bei der Diamond League war er bisher schon Vierter (Shanghai 2017), Dritter (Brüssel 2016) und Zweiter (Lausanne 2016) nach. Folgt jetzt der erste Sieg?

Und dann stehen natürlich im August die Europameisterschaften in Berlin auf dem Programm! Berlin ist ein guter Boden für Luki: Da hatte er 2016 im Olympiastadion das ISTAF gewonnen und hatte heuer auch im Jänner das ISTAF Indoor für sich entschieden. Der Diskuswurf der Männer geht bei der EM gleich am Anfang der Woche über die Bühne: Die Qualifikation steigt für ihn am 7. August (9.40 Uhr Gruppe A oder 11.10 Uhr Gruppe B), das Finale findet am 8. August ab 20.25 Uhr statt.

Olaf Brockmann

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