Bisher haben rund 200 Tiroler private Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern installiert und decken damit zusätzlich zur heimischen Wasserkraft ihren Strombedarf. 2010 sollen rund 220 Anlagen hinzu kommen. Im Detail: Der private Nutzer installiert eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach. Neben dem Strom der Tiwag (für den man hier 16 Cent pro Kilowattstunde hinblättern muss) fließt nun auch "Sonnenstrom" ins Haus. Die überschüssige Energie wird in das Tiwag-Netz eingespeist und man kassiert die 15 Cent.
Steixner: Rechnet sich noch nicht
So schön und lukrativ das oberflächlich betrachtet auch klingen mag: "Verdienen kann man mit diesem Modell leider noch nichts. Zu groß sind die Ausgaben für die Solaranlage und zu gering und rar die Investitionsförderungen von Land und Bund", so Energielandesrat Anton Steixner. Die Crux: Etwa 22.000 Euro muss man für eine Photovoltaikanlage samt modernster Technik auf den Tisch legen. Die 15 Cent Stromgutierung sind da zu wenig, um schnell Gewinn zu machen.
"Dieses Angebot sollten sich nur Tiroler überlegen, die das Geld auf der hohen Kante haben. Investitionsförderung für die Anlage gibt es nur aus dem Klimafonds", weiß Landesrat Steixner. Die Klimafonds-Mittel 2010 sind hier in Tirol auf rund 2,35 Millionen Euro begrenzt. Man kassiert zwar bis zu 50 Prozent der Installationskosten, "aber der Topf ist eben sehr klein", so Steixner. Selbst mit der Förderung rechnet sich die Anlage erst in elf Jahren.











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