Bis zu 8 Jahre Haft!

Diebische Rentner plünderten Spitäler – nun ins Gefängnis

Tirol
13.11.2009 16:05
Mitleid mit sich selbst, weniger mit ihren Diebstahlsopfern, keine Schuldeinsicht, kein Geständnis trotz erdrückender Beweislage: Unter solchen Voraussetzungen hat eine 73-Jährige, die seit 1999 Patienten in Österreichs Krankenhäusern um 120.000 Euro erleichterte, acht Jahre Haft ausgefasst. Ihr Mann bekam nur vier Jahre.

Die frühere Krankenschwester Gisela C. (73) aus Meran und ihr Gatte Vitaliano (70) zeichneten für die größte Krankenhaus-Diebestour aller Zeiten verantwortlich. Während er wenigstens im Vorverfahren geständig war – auf Grund der erdrückenden Beweislage blieb ihm nicht viel anderes übrig – machte die Frau im Prozess alles falsch. Oder "alles richtig": Um die höchste Strafe aller Zeiten zu erhalten, die für eine 73-Jährige in vergleichbaren Fällen je verhängt worden ist: Acht Jahre Haft! Dazu die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher! Weil das Gutachten, das Kleptomanie nachweisen sollte, in die Hose ging.

"Engel der Armen"
50 minutiös nachgewiesene heimtückische Diebstähle an hilflosen Kranken (Geld, Schmuck, Wertkarten): Da hätte nur ein Geständnis die Strafe herabsetzen können. Was die Angeklagte nicht tat. Und lieber "den Engel der Armen" spielte. Denen sie einen Teil der Beute habe zukommen lassen. 

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