Fr, 22. Juni 2018

Im Salzkammergut:

12.05.2018 10:00

„Tourismus-Ehe“ könnte Riesen-Verband bringen

Drum prüfe, wer sich ewig bindet... Im Salzkammergut könnte nächste Woche eine überdimensionale „Heirat“ fixiert werden. Die Tourismusverbände Bad Ischl und Inneres Salzkammergut überlegen eine Zusammenlegung. Doch vor der großen Abstimmung, an der 1400 Betriebe teilnehmen können, ist alles offen.

Bad Ischls Tourismusobmann Edwin Gruber hat alle Hände voll tun. Der Chef des Hotels „Goldenes Schiff“ leitet den Tourismusverband, seit dem mit Direktor Robert Herzog im Herbst 2017 einvernehmlich das Dienstverhältnis gelöst wurde. Mittlerweile ist die Suche nach einem Nachfolger Herzogs abgeschlossen.

Neuer Tourismusdirektor ist fix, aber noch geheim
Wer der „Neue“ ist, ist allerdings noch nicht bekannt. Nächste Woche, Dienstag, erfahren die rund 700 Mietgliedsbetriebe des Tourismusverbands bei der Vollversammlung vom neuen Chef. Danach wird auch die Öffentlichkeit informiert. Die Betriebe stimmen bei der Versammlung übrigens auch über einen Zusammenschluss mit dem Verband Inneres Salzkammergut (Hallstatt, Bad Goisern, Gosau und Obertraun) ab. Beiden Verbänden - Ischl zählt 360.000 Nächtigungen im Jahr, das Innere Salzkammergut sogar 890.000 - wurde zuletzt eine Machbarkeitsstudie der Fusion präsentiert.

Keine Prognose für Abstimmungsergebnis
„Fachlich und aus Gästesicht gesehen, würde die Fusion Sinn machen. Aber wie die Abstimmung ausgeht, kann ich nicht vorhersagen“, sagt Gruber. Tourismusdirektorin Pamela Binder aus dem Inneren Salzkammergut will ebenfalls kein Ergebnis prognostizieren. Sollte die Mehrheit der Betriebe aber mit „Ja“ antworten, wäre eine Fusion ohnehin erst in einigen Jahren angedacht.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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