"Kapitalismus"

Michael Moore erzählt "Eine Liebesgeschichte"

Kino
11.11.2009 16:46
"Wo, verdammt, ist unser Geld?", fragt Michael Moore und nimmt grimmig die Auswüchse des US-Turbokapitalismus aufs Korn. Fazit des zürnenden Regie-Derwisches: Banker und Finanzmanager haben den Ruin Amerikas herbeigeführt. Da erzählt eine Senatsabgeordnete von unreflektiert-staatlichen Finanzspritzen in Milliardenhöhe, da wird gezeigt, wie verschuldete Menschen aus ihren Häusern vertrieben werden, da werden Firmen angeprangert, die vom Tod ihrer Mitarbeiter profitieren.

Nach "sezierenden Semi-Dokus" wie "Bowling for Columbine", "Fahrenheit 9/11" oder "Sicko" setzt Michael Moore seine provozierend-pointierte Polemik einmal mehr gezielt ein. Einen erschöpfenden Einblick darf man sich allerdings nicht erwarten.

Statt Zusammenhänge zu erklären, liefert er ein diffuses Kritik-Puzzle ab. Dennoch, Moores Sarkasmus zieht: "kriminell böse" die Szene, wenn er Manhattans Investmenthäuser mit einem schreiend gelben "Crime Scene"-Band umwickelt!

von Christina Krisch, Kronen Zeitung

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