Der wohl längstdienende Aktive ist Lorenz Brantner von Tal Leoben. Seit 1975 ist der nun 63-Jährige durchgehend dabei, das größte nationale Turnier verbindet der Rekordsieger mit guten Erinnerungen. "Sechsmal haben wir gewonnen, zwei Wanderpokale stehen in unserem Klubhaus", freut sich der "Abräumer" noch heute.
Ohne Preise wenig attraktiv
Schwer war in den Anfangszeiten vor allem die Qualifikation. In der Blütezeit war der Bewerb mit 120 Teams randvoll. "In den 70ern haben wir um einen Platz kämpfen müssen, da gab's immer fünf Mannschaften, die auf der Warteliste standen." Nicht der einzige Kampf, den es in der "guten, alten Zeit" auszufechten gab. "Wir haben erst ab 1980 in der Halle gespielt, davor auf Teichen. Wenn's geschneit hat, sind wir mit Schneeschaufeln ausgerückt."
Das große Gedränge um die Startplätze ist aber schon länger vorbei. Für den ehemaligen Welt- und Europameister liegen die Gründe auf der Hand. "Ohne Preisgeld kommen keine Teams. Gerade die Salzburger oder Tiroler überlegen es sich dann zweimal, denn die schreiben eh nur ein dickes Minus. Zumindest gibt's seit einigen Jahren Warenpreise, aber richtig anlocken kann man damit niemanden."
Die Qual der Quali
Keine neuen Favoriten sieht Brantner, wenn's um den Sieg geht. "Titelverteidiger Ladler Graz, St. Michael, Europacup-Starter Wartberg, Fresing und Luttach aus Italien sind heiße Tipps."
Brantner selbst stapelt tief: "Wir müssen Stefan Mooswalder ans U23-Team abtreten und Heribert Neukamp fehlt uns zumindest am Samstag. Ich hoffe, dass wir die Quali meistern." Wie lange das "Urgestein" die Daube noch ins Karriere-Visier nimmt, ist unklar. "Das fünfzigste Jubiläum des Styria Cups überlass ich eher meinem Sohn Michael, aber einige Jahre werd ich sicher noch weitermachen. Körperlich bin ich topfit."
von Alex Petritsch, "Steirerkrone"











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