So, 24. Juni 2018

Heftige Elternproteste

19.04.2018 07:00

Hort-Schließung sorgt in Molln für großen Wirbel

In die Mollner Gemeindestube will einfach keine Ruhe einkehren. Seit 2015 und drei falsch eingegebenen Stimmen bei der Wahl von Friedrich Reinisch (VP) zum Ortschef gehen die Wogen regelmäßig hoch. Auch heute, Donnerstag, wird es im Gemeinderat heiß hergehen. Grund: Der Hort soll zugesperrt werden.

Neben den 25 Gemeinderatsmitgliedern von SP (8), VP (7), FP (5) und Bürgerliste (5) wird heute auch eine große Elternabordnung bei der Mollner Gemeinderatssitzung anwesend sein. Seit Wochen laufen sie gegen die geplante Schließung des Horts Sturm. Der Grundsatzbeschluss soll heute mit Stimmen der VP, FP und einem Teil der Bürgerliste gefasst werden.

Eiszeit zwischen Ortschef und Eltern
Ab Herbst sollen Schüler in die Nachmittagsbetreuung der Volksschule eingegliedert werden. „Leider ist nach einem ersten, sehr emotionalen Gespräch mit dem Bürgermeister der Kontakt abgerissen“, will eine Mutter die Bürgerfragestunde nutzen, um ihre Sorgen mitzuteilen. „Das Kinderbetreuungsgesetz regelt, dass es im Hort auch in den Ferien und an schulautonomen Tagen eine Betreuung gibt. Bei der schulischen Nachmittagsbetreuung fällt das alles weg!“

Sorge um Qualität
Sie befürchtet auch Qualitätsverluste. Im Hort beträgt die Lernzeit eineinhalb Stunden und die weitere Aufsicht erfolgt durch ausgebildete Pädagogen.  In der Schule muss ein Lehrer für Hausübungen 50 Minuten bei den Kindern bleiben, dann „übernehmen“ Freizeitpädagogen.

Gemeinde muss sparen
Bürgermeister Reinisch bedauert das Aus: „Wir haben die beste und teuerste Kinderbetreuung im Bezirk. Wir können uns diese aber nicht mehr leisten. Ich kann nicht anders. Durch die Gemeindefinanzierung neu müssen wir sparen, damit wir künftig wieder Projekte verwirklichen können“. Die zwei Hortgruppen verursachen laut Reinisch jährlich ein Minus von 60.000 €.  „Einen Teil davon können wir einsparen!“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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