Sa, 23. Juni 2018

Gesetzesentwurf:

06.04.2018 16:03

Mühlviertler Volksschule gegen Förder-Klassen

Keine Freude hat das Pädagogenteam der Freistädter Volksschule VS 1 mit den geplanten neuen Deutschförderklassen - obwohl 35 Prozent der 185 Kinder eine andere Muttersprache haben. Die Mühlviertler Lehrer sandten an Bildungsminister und Parlament eine Stellungnahme und begründeten, warum sie dagegen sind.

Seit 2013 ist die „Verbesserung der Sprachkompetenz“ ein großes Entwicklungsziel an der VS 1. „In den letzten Jahren haben wir den für uns besten und erfolgreichsten Weg gefunden, um den Kindern mit einer anderen Erstsprache effektiv die deutsche Sprache zu lernen“, schreibt das Pädagogen-Team und listet auf: individuelle Förderung in kleinen Gruppen, tägliches Sprachtraining in kleinen Gruppen, Wiederholung der Übungen am Nachmittag. Für jedes Kind werden von den Sprachförderlehrern Aufzeichnungen geführt.

Großes Förderprogramm
Dazu gibt es übergreifende Wortschatzarbeit, wöchentliche „Sprachoasen“, die von allen Kindern im Klassenverband besucht werden. Alle außerordentlichen Schüler der Sprachgruppe 1 haben einen mp3-Player für Hörübungen. Es gibt noch eine Vielzahl von weiteren Förderelementen.

Sprachklassen fördern Ausgrenzung
“Verpflichtende Sprachklassen forcieren Ausgrenzung und Gruppenbildungen. Wir haben damit früher keine guten Erfahrungen gemacht“, erklärt Direktorin Ulrike Steininger, warum sie sich mit ihren Kollegen gegen die geplanten Deutschförderklassen wehrt.

Christoph Gantner,  Kronen Zeitung

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