Mo, 16. Juli 2018

Für Italien bestimmt

17.03.2018 22:30

Waffenschmuggler an Kärntner Grenze gestoppt

Den richtigen Riecher bewiesen Kärntner Zöllner an der Grenze bei Arnoldstein: Die Beamten stoppten einen Polen, der ein verbotenes Waffenarsenal von Österreich nach Italien schmuggeln wollte, um dieses dort auf Schwarzmärkten im Umland der Mode-Metropole Mailand zu verkaufen. Da halfen ihm auch gefälschte Belege nichts. Die Beamten stellten die gesamte Lieferung sicher.

Erfolg für die Beamten der Operativen Zollaufsicht Klagenfurt/Villach: Anfang März fischten die Zöllner bei der Kontrollstelle Thörl-Maglern einen „alten Bekannten“ aus dem Verkehr – bereits im Sommer des Vorjahres war ihnen der Pole mit einer nicht deklarierten Waffe ins Netz gegangen.

Elektroschocker, Totschläger, Schlagringe, Gewehre
Diesmal brachte er die Beamten zum Staunen: 27 als Taschenlampen getarnte Elektroschocker, 44 Totschläger-Stöcke, 20 Schlagringe, 15 Luftdruckgewehre und -pistolen, 650 Schuss Munition, drei Bajonette und zwei Trommelmagazine für Kalaschnikows wollte er nach Italien schmuggeln.

Die heiße China-Ware habe er auf einem Großmarkt in seiner Heimat gekauft. Der Tatbestand der Abgabenhehlerei war somit erfüllt. Auch wenn der Pole noch versuchte, die Beamten mit fingierten Rechnungen um den Finger zu wickeln. „Unsere Zöllner leisten einen wichtigen Beitrag zur Wahrung unserer allgemeinen Sicherheit“, lobte Finanzminister Hartwig Löger.

Matthias Lassnig und Christoph Budin, Kronen Zeitung

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