In Zelle reanimiert

Häftling (38) in Wels starb nach Überdosis Drogen

Er wäre heuer wieder aus der Haft entlassen worden, bekam deshalb bereits Ausgang – und nützte das offenbar für unkontrollierten Drogenkonsum: Als ein 38-jähriger Häftling Mittwochabend in seine Zelle in der Welser Justizanstalt zurückkehrte, brach er plötzlich zusammen, starb wenig später an einer Überdosis.

Der im deutschen Kehlheim geborene Türke verbüßte in der Justizanstalt in Wels eine Strafhaft. „Noch heuer wäre sein Haftende gewesen“, berichtet Anstaltsleiter Oberstleutnant Walter Christenberger und bestätigt: „Der Strafgefangene hatte Ausgang, kehrte am Abend pünktlich in die Haftanstalt zurück. Dann schlugen aber Mithäftlinge Alarm, weil es ihm in der Zelle schlecht ging.“

Reanimiert, dann aber verstorben
Sofort wurde die Rettungskette in Gang gesetzt. Christenberger: „Justizwachebeamte haben sofort mit Erster Hilfe begonnen, bis Rettung und Notarzt eingetroffen sind. Der Strafgefangene wurde reanimiert, dann ins Klinikum Wels-Grieskirchen eingeliefert. Er konnte aber leider nicht gerettet werden, ist verstorben.“

Kriminalisten untersuchen Tod des Strafgefangenen
Nun beschäftigen sich die Welser Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei mit dem Tod des 38-jährigen türkischen Strafgefangenen. Noch ist unklar, welche Drogen er genommen und wo er sie herbekommen hat.

Johann Haginger/Kronen Zeitung

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