Fr, 22. Juni 2018

Enorme Müllberge

19.02.2018 15:12

Illegales Zeltlager: Räumung dauert mehrere Tage

Enormes Echo auf den "Krone"-Bericht über ein illegales Zeltlager mit riesigen Müllbergen beim Marchfeldkanal in Stammersdorf im Norden Wiens. Die Menge an Unrat im Naturschutzgebiet (Hunderte Flaschen, Dosen etc.) ist derart groß, dass die Reinigung bis Freitag dauern wird, erklärt das Büro für Sofortmaßnahmen.

Für dessen Leiter, Walter Hillerer, gibt es noch eine kleine Schwierigkeit: "Das Gelände gehört nicht der Stadt, sondern einer Baufirma." Das Unternehmen habe nun bis zum Wochenende Zeit, die Schlafsäcke, Zeltplanen, Grillutensilien und Essensreste wegzuschaffen. Sonst muss der Magistrat Zwangsmaßnahmen ergreifen. "Aber die Firma ist kooperativ", so Hillerer.

"Wer verursacht so ein Chaos hier?"
Zur Vorgeschichte: In einem Wäldchen bei der Stammersdorfer Straße stieß Dietmar Schwingenschrot, Chef von BZW - Die Stadtpartei, am Sonntag zufällig auf den Lagerplatz, der vom Weg aus nicht sichtbar ist. "Wer versteckt sich und verursacht so ein Chaos hier?", fragen Anrainer.

Möglicherweise Schwarzarbeiter aus Rumänien oder Bulgarien, die morgens an der nahen Brünner Straße am "Hacklerstrich" ihre Dienste anbieten, mutmaßt Lokalpolitiker Schwingenschrot. Eigenartig auch, dass solche Müllberge niemandem früher aufgefallen sind. "Die Wiener Forstschützer sehen sich in der Gegend jeden Baum an, der vom Biber angenagt worden ist. Und sie strafen rigoros Passanten, die einen ausgetretenen Zigarettenstummel liegen lassen. Aber diese Umwelt-Bombe bleibt unbemerkt? Grotesk", meint Schwingenschrot. 

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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