So, 24. Juni 2018

Ordinationen verwaisen

11.01.2018 15:00

Alarm: Wien hat zu wenige Ärzte!

Alarm um immer weniger Ärzte in Wien: Denn laut Kammer sind neben überfüllten Spitalsambulanzen österreichweit auch immer mehr Ordinationen verwaist. Deshalb fordert die Ärztevertretung deutlich verbesserte Bezahlung der Mediziner bis hin zur stärkeren Vernetzung zwischen den Praxen.

„Es ist nicht nur am Land, sondern auch in Wien immer schwieriger, Ordinationen nachzubesetzen“, klagt der Präsident der Ärztekammer, Thomas Szekeres, über künftige Engpässe im System. In den kommenden zehn Jahren werden etwa 60 Prozent der Hausärzte ihre wohlverdiente Pension antreten. Bei manchen Wiener Praxen wisse selbst die Ärztekammer nicht, warum sich trotz fieberhafter Suche nur schwer ein Arzt für die Übernahme findet.

Eine gesunde Mischung aus Zentren und Ordinationen sei wichtig, damit vor allem ältere Patienten nicht zu weit anreisen müssen. Es brauche hier Mediziner, die wohnortnahe Netzwerke bilden, in denen sie sich bei Urlauben oder außerhalb der Dienstzeiten gegenseitig unterstützen und über einen gemeinsamen Zugang zu Krankengeschichten verfügen.

"Bezahlung der Hausärzte gegenüber Fachärzten anheben"
In erster Linie sei aber die Politik gefordert, sagt auch Johannes Steinhart, Obmann der niedergelassenen Ärzte. Die Bezahlung der Hausärzte gegenüber Fachärzten gehöre deutlich angehoben, um den Beruf für Jungmediziner attraktiv zu gestalten.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.