Der Bundesliga-Rekordtorschütze erzielte damals in der letzten Runde beim legendären 11:1-Heimsieg im Weststadion über den GAK noch immer unerreichte sieben Treffer in einem Meisterschaftsspiel. Darunter befand sich auch ein lupenreiner Hattrick im Eiltempo: So jagte Krankl nach der Pause innerhalb von gut drei Minuten (58., 59., 61.) gleich drei Mal den Ball in die Maschen.
Sprechverbot für Trimmel
Christopher Trimmel hat am Sonntagnachmittag nicht nur selbst eingenetzt, sondern Mario Konrad auch noch den Treffer zum 2:1 aufgelegt. Zuvor hatte Rapid-Kapitän Steffen Hofmann per Freistoß (53.) die Gäste-Führung durch Daniel Gramann (20.) ausgeglichen und damit die Basis für eine erfolgreiche Generalprobe für das Europa-League-Rückspiel am Donnerstag gelegt. Für Matchwinner Trimmel setzte es nach der Partie ein Sprechverbot. "Lasst ihn in Ruhe den Erfolg genießen", meinte Rapid-Trainer Pacult gegenüber Journalisten.
Bei 33 Grad Celsius im Schatten entwickelte sich zunächst kein sehr ansehnliches Spiel, auch weil die Kärntner sehr tief standen und Rapid in Hälfte eins kein probates Mittel fand, die massive Fünferabwehr der Gäste zu knacken. Doch für die 13.900 Fans im Hanappi-Stadion kam es noch schlimmer, denn gleich die erste Torchance der Kärntner führte zum Erfolg: Nach einem Freistoß von Blanchard verpasste Rapid-Schlussmann Payer eine Schembri-Flanke, den folgenden Hierländer-Ableger verwertete Gramann mit einem Schuss zwischen die Beine von Jovanovic ins lange Eck (20.).
Schwache Rapid vor der Pause
Die Hausherren hatten vor der Pause nur zwei gute Chancen: In Minute 27 köpfelte Jovanovic nach einem Hofmann-Corner am Tor vorbei, fünf Minuten später scheiterte Jelavic nach Thonhofer-Vorarbeit und missglückter Abseitsfalle der Klagenfurter im 1:1-Duell an Torhüter Schranz (32.).
Aufgrund der schwachen ersten Hälfte reagierte Rapid-Coach Peter Pacult und brachte Trimmel für Drazan. Dieser Wechsel erwies sich als goldrichtig, da Trimmel im Gegensatz zu seinem Vorgänger viel Schwung ins grün-weiße Angriffsspiel brachte.
Wende durch Hofman eingeleitet
Eingeleitet wurde die Wende allerdings durch Rapid-Spielmacher Hofmann, der einen an ihm verschuldeten Freistoß aus 20 Metern mit einem perfekten Schuss ins kurze Eck unhaltbar für Schranz zum 1:1 verwertete (53.). Es war der insgesamt 6.500 Rapid-Treffer in der Meisterschaft seit 1911. Und für Hofmann war es der 50. Liga-Treffer in seinem 200. Meisterschaftsspiel.
Mit diesem Tor erwachten die Hütteldorfer endgültig, auch wenn Schembri unmittelbar nach dem Wiederanpfiff noch eine tolle Möglichkeit auf den zweiten Kärntner Treffer ausließ (54./Payer hielt). Danach dominierte aber ganz klar Rapid: Jelavic scheiterte zunächst an der Stange (56.), wenig später Hofmann mit einem Elfer an Torhüter Schranz.
Der Penalty war von Schiedsrichter Rene Eisner verhängt worden, weil Trimmel nach einem Solo im Strafraum nach Kontakt mit Gramann zu Fall gekommen war. Die Zeitlupe zeigte jedoch, dass es eine äußerst harte Entscheidung war, weil Trimmel das Elferfoul an ihm sichtlich gesucht hatte und überaus spektakulär abgehoben war. Gramann, der mit Gelb-Rot vorzeitig vom Feld musste, hatte dagegen auch noch den Ball mit der Fußspitze berührt.
Konrad netzt zum 2:1 ein
In Minute 63 hatten die Kärntner dann doppeltes Glück. Nach einer rotwürdigen Strafraum-Attacke von Hierländer an Kulovits blieb die Pfeife von Eisner stumm. Zwei Minuten später durften die Rapid-Fans doch noch die Führung ihrer Mannschaft bejubeln. Nach toller Trimmel-Vorarbeit brauchte Konrad den Ball nur noch über die Linie zu schieben (65.). Den Rest erledigte dann Trimmel...
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.