Laues Lüftchen

Sturm Graz müht sich gegen Brijeg zu einem 2:1

Fußball
16.07.2009 21:19
Für Sturm Graz ist die neue Europacup-Saison nicht ganz nach Wunsch losgegangen: Zwar feierten die Grazer am Donnerstagabend gegen den bosnischen Vertreter Siroki Brijeg einen Heimsieg, doch der fiel mit 2:1 magerer als erwartet aus. Die Grazer lagen vor 8.982 Zuschauern in der UPC-Arena durch Treffer von Haas (12.) und Hölzl (38.) zwar recht rasch scheinbar beruhigend voran, ehe Ljubic (67.) noch den für die Gäste wichtigen Auswärtstreffer erzielte. Die Steirer gehen damit nur mit einem minimalen Vorsprung ins Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.15 Uhr).

Sturm ließ sich gegen die mit drei Brasilianern und einem Argentinier eingelaufenen Bosnier zunächst nicht lange bitten. Bereits aus der ersten sich bietenden Möglichkeit erzielte Routinier Haas nach einer Flanke von Hölzl per Kopf die Führung für die Grazer, die vorerst leichtes Spiel hatten. Die Gäste präsentierten sich harmlos und kamen kaum konstruktiv über die Mittellinie. Bezeichnenderweise fand Siroki Brijeg erst in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte durch einen Freistoß die erste Chance vor, Sturm-Torhüter Gratzei ließ sich aber nicht überraschen.

Stürmische erste Spielhälfte von Sturm
Zu diesem Zeitpunkt hatte die von Trainer Foda in gewohnter Besetzung aufgestellte Sturm-Elf freilich bereits nachgelegt. Nachdem Hölzl mehrmals seine Gefährlichkeit angedeutet hatte, bewies der Flankenspieler erneut seinen Torriecher: Nach schönem Zusammenspiel mit Kienzl hob der Tiroler den Ball über Gäste-Torhüter Maric ins Netz (33.). Sturm stellte den Gegner vor allem über die Flanken immer wieder vor große Probleme, den beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken ließen die Grazer die Zügel zur Freude der Bosnier aber schleifen.

Einbruch in Durchgang zwei
Während eine zunehmend fehlerhafte Sturm-Elf in der zweiten Spielhälfte ab der 55. Minute merklich zurückfiel, suchten die Gäste nun den dringend benötigten Torerfolg. Der eingewechselte Argentinier Varea brachte zusätzlich frischen Wind. Nachdem der plötzlich allein vor Gratzei auftauchende Wagner (57.) bereits für eine Grazer Schrecksekunde gesorgt hatte, traf Ljubic, der den Ball aus 20 Metern sehenswert im Tor versenkte, zum wichtigen Auswärtstreffer für die Balkan-Kicker.

Nachlässige "Blackies"
Während die Bosnier mit der knappen Niederlage trotz allem gut bedient waren, müssen sich die Steirer den Vorwurf gefallen lassen, in der zweiten Spielhälfte zu nachlässig gespielt zu haben. Vor allem die in den ersten 45 Minuten noch überzeugende Offensive ließ zu wünschen übrig, erst in der 83. Minute kamen die "Blackies" durch Haas wieder gefährlich vor das Gehäuse der Bosnier.

SK Sturm Graz - NK Siroki Brijeg 2:1 (2:0)
Graz, UPC-Arena, 8.982, SR Mauro Bergonzi/ITA
Tore: Haas (12.), Hölzl (38.); Ljubic (67.)
Gelbe Karten: Beichler bzw. Silic, Ljubic

Sturm: Gratzei - Lamotte, Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl, Kienzl (74. Beichler), Hlinka, Jantscher - Muratovic (66. M. Weber), Haas

Siroki Brijeg: Maric - Diogo, Renato, Topic, Barisic - Ljubic (75. Krizanovic), Martinez (63. Ivankovic), Martinovic, Silic - Wagner - Peraica (57. Varea)

Stimmen zum Spiel
Franco Foda (Trainer Sturm Graz): "Wir haben gewonnen, aber mit dem Ergebnis können wir nicht ganz zufrieden sein. Wir haben den Gegner selbst aufgebaut und stark gemacht. In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so präsent wie in der ersten, deshalb haben wir den Anschlusstreffer kassiert. Aber die Aufstiegschancen sind noch da, immerhin haben wir gewonnen, sie müssen uns erst einmal schlagen."

Ferdinand Feldhofer (Sturm-Verteidiger): "Wir haben die Bosnier in der zweiten Spielhälfte ins Spiel kommen lassen. Wir haben das Forechecking der ersten Spielhälfte nicht fortgesetzt. Aber der Europacup wird in zwei Spielen entschieden."

Mario Haas (Sturm-Torschütze): "Wir sind in der zweiten Spielhälfte leider zu weit hinten gestanden. Die Hitze darf keine Ausrede sein, die trifft beide Mannschaften."

Ivica Barbaric (Trainer Siroki Brijeg): "Ich gratuliere Sturm. Durch zwei billige Tore haben wir schlecht ins Spiel gefunden, hätten aber letztendlich auch ein Remis erzielen können. In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Ich habe mit einem schlechteren Resultat gerechnet, aber jetzt bin ich zufrieden."

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