Die 48.827 Zuschauer in der fast voll besetzten Arena sorgten mit ihren Tröten für einen ohrenbetäubenden Lärm, diese ausgelassene Stimmung übertrug sich allerdings nicht auf den Rasen. Denn nach einem farbenfrohen afrikanischen Reigen bei der Eröffnungsfeier ließen die beiden Mannschaften zum Turnierstart Spielwitz und Kreativität vermissen.
Die Gastgeber konnten ihre Nervosität vor der großen Kulisse nicht abstreifen und leisteten sich zu viele Fehler im Aufbau. Das von Milutinovic defensiv eingestellte Team des Außenseiters wirkte sogar gefälliger in der Spielanlage. Das Tor von Itumeleng Khune konnte aber auch der Asien-Meister von 2007 nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Dabei präsentierte sich die Abwehr der Südafrikaner um den hölzern wirkenden 2,00-Meter-Mann Matthew Booth längst nicht sattelfest.
Südafrika in der Offensive zu wenig dominant
Ein Schuss von MacBeth Sibaya, den der irakische Schlussmann Mohammed Kassid mit den Fingerspitzen zur Ecke lenkte (14.), war die ganze Offensiv-Ausbeute einer enttäuschenden ersten Hälfte. Im zweiten Durchgang zog das Team von Joel Santana zwar das Tempo an, doch spätestens an der Strafraumgrenze waren die Südafrikaner stets mit ihrem Latein am Ende. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung vergab Katlego Mashego (79.) die Riesenchance, seine Mannschaft doch noch zum Sieg zu schießen.
Sieben Minuten vor dem Ende folgte eine kuriose Szene, als Kagisho Dikgacoi mit einem Kopfball nur seinen einen Meter vor dem Tor stehenden Teamkollegen Bernard Parker traf, von dem der Ball zurück ins Feld sprang.
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