Gleich die erste Ballberührung Prödls sorgte zwar für Gefahr, nach einem Eckball konnte HSV-Goalie Rost aber den Kopfball des Steirers entschärfen. Zuvor hatten die Gastgeber einen wahren Sturmlauf hingelegt, scheiterten aber stets im Abschluss. Der HSV behielt dank der über weite Strecken starken Defensive die Oberhand und ließ sich den knappen Erfolg nicht nehmen. ÖFB-EURO-Spieler Martin Harnik kam zwar nicht zum Einsatz, saß aber zum ersten Mal seit 21. März wieder auf der Bank.
Ein Wermutstropfen für die in der ersten Hälfte überlegenen Hamburger, die zur Halbzeit der hanseatischen Festspielwochen den Ausgleich schafften - zwei Duelle stehen innerhalb der kommenden zehn Tage noch an -, war die Gelbe Karte für Paulo Guerrero, der damit im Rückspiel fehlen wird. Wie im letzten rein deutschen UEFA-Cup-Halbfinale droht Werder wieder das Aus, 1988 scheiterte man gegen Bayer Leverkusen.
Trochowski gelang einziges Tor des Abends
Vor allem im defensiven Mittelfeld hatten die Gäste vor dem Seitenwechsel ein Übergewicht, das es den Bremern schwer machte, Chancen herauszuspielen. Claudio Pizarro konnte sich wie schon vor einer Woche kaum in Szene setzen und Sebastian Boenisch offenbarte nicht unbekannte Schwächen. So ebnete der 22-Jährige den Hamburgern die verdiente Führung durch Trochowski, der nach Flanke von Demel erfolgreich war (28.). Bremens DFB-Cup-Tormann-Held Wiese, der sechs Minuten zuvor noch prächtig gegen Guerrero gerettet hatte, war gegen den Kopfball machtlos, nachdem die groß gewachsenen Bremer Abwehrrecken den 1,69 m großen Nationalspieler mutterseelenallein gelassen hatten.
Erst nach der Pause zeigte der Bundesliga-Zehnte viel Engagement und hatte durch Almeida (51.) auch eine große Chance zum Ausgleich, die Rost erst ermöglichte und dann zunichtemachte. Boenisch und wieder Almeida machten es binnen weniger Sekunden nicht besser. Auf der anderen Seite rettete Wiese gegen Olic (65.) und hatte kurz danach Glück, dass Pitroipa knapp verfehlte.
Ukrainisches Duell endet 1:1
Donezk steht indes nach dem 1:1 im Hinspiel bei Dynamo Kiew vor dem ersten Europcup-Finale der Vereinsgeschichte. Der leichte Außenseiter, der in der ukrainischen Meisterschaft 12 Punkte hinter Dynamo liegt, geriet durch ein Eigentor von Tschigrinski (22.) mit 0:1 in Rückstand, kam aber noch zum 1:1. In der 68. Minute war es eine brasilianische Co-Produktion zwischen Willian und Fernandinho, die Letzerer mit dem Ausgleich abschloss.
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