Dennoch dürfte mit dem Schiedsspruch die Lizenz für die kommende Saison gesichert sein. Allerdings könnte die Spielgenehmigung am kommenden Donnerstag möglicherweise nicht in erster Instanz erteilt werden, weil in den vorerst abgegebenen Kärntner Unterlagen die Haftungserklärung der Stadt Klagenfurt nicht enthalten ist.
Die Stadt soll nun offiziell den Beschluss fassen, gegebenenfalls die Hälfte der 1,1 Millionen Euro zu übernehmen. Für die zweiten 50 Prozent würde das Land Kärnten fix aufkommen. "Der Lizenzentscheidung kann nichts mehr im Wege stehen, das ist nur noch ein Formalakt", erklärte Canori, nach dessen Angaben der FC Kärnten auf eine Anrufung des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts verzichten dürfte. Spätestens in der zweiten Instanz wird die Erteilung der Spielgenehmigung laut Canori über die Bühne gehen.
Freude kam keine auf
Freude verspürte der Clubchef dennoch nicht. "Wir sind sehr enttäuscht über die Oberflächlichkeit dieses Urteils", ärgerte sich Canori und kritisierte in diesem Zusammenhang vor allem die seiner Meinung nach zu hoch veranschlagten Ausbildungsentschädigungen für Nachwuchsspieler, die Austria vom FC Kärnten übernommen hatte.
Außerdem stört den FP-Spitzenkandidaten der Kärntner Landtagswahl, dass sich sein Club als Bundesliga-Mitglied im Gegensatz zum insolventen FC Kärnten an den Liga-Instanzenweg zu halten hat. "Da gibt es ein Ungleichverhältnis. Wir behalten uns den Gang vor ein ordentliches Gericht vor", sagte Canori.
Zwischen den beiden Clubs geht es aufgrund von Differenzen aus dem Jahr 2007 um einen Gesamtstreitwert von mehr als 4,1 Millionen Euro. Der FCK fordert von seinem "großen Bruder" die Millionen, weil dieser vor rund zwei Jahren im Zuge seiner Übersiedlung von Pasching nach Klagenfurt unter anderem die Nachwuchs-Akademie und den Hauptsponsor Kelag des FC Kärnten übernommen hatte. Jener Betrag, den Austria Kärnten am Ende zahlen muss, geht fast zur Gänze an das Finanzamt und die Gebietskrankenkasse, die Hauptgläubiger des FC Kärnten.
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