Manchester übernahm gegen die extrem junge Arsenal-Elf, deren Durchschnittsalter bei knapp über 23 Jahren lag, von Beginn an das Kommando. Englands Teamstürmer Rooney prüfte Arsenal-Schlussmann Almunia bereits in der 2. Minute, der Spanier im Gehäuse der "Gunners" musste sich an diesem Abend noch weitere Male auszeichnen.
Zunächst rettete Almunia gegen Tevez (17.), nach dem anschließenden Eckball musste sich der Keeper aber geschlagen geben. Nach Vorarbeit von Carrick traf O'Shea aus kurzer Distanz. Manchester, das die Trophäe in der Königsklasse als erster Club verteidigten könnte, kam über die Flanken mit Rooney und vor allem Cristiano Ronaldo immer wieder gefährlich in den Strafraum der Gäste. Der Weltfußballer 2008 scheiterte aus kurzer Distanz aber ebenso an Almunia (29.).
Arsenal zu wenig abgebrüht
Arsenal wirkte im ersten Europacup-Duell der beiden Premier-League-Rivalen zu wenig abgebrüht, um den seit 24 Champions-League-Partien ungeschlagenen regierenden englischen Meister im eigenen Stadion zu fordern. Ohne den verletzten Van Persie sowie den nicht spielberechtigten Arschawin fehlte in der Offensive die nötige Durchschlagskraft, Fabregas (27.) sorgte für den einzigen Schuss aufs Tor der Hausherren vor der Pause.
Arsenal-Coach Arsene Wenger reagierte erst nach 70 Minuten und brachte mit dem Dänen Bendtner eine zweite echte Spitze für den wirkungslosen Walcott. Adebayor (63.) hatte mit einem Gewaltschuss zuvor die beste Möglichkeit für die Londoner vorgefunden, Ronaldo (69.) traf im Gegenzug aus über 25 Metern nur die Lattenoberkante. In der zweiten Spielhälfte feierte auch Altstar Giggs ein Jubiläum: Der eingewechselte Waliser verbuchte seinen 800. Einsatz für ManU.
Wenger glaubt noch an den Aufstieg
Nach dem Spiel meinte Wenger: "Manchester hat besser gespielt und mehr Chancen gehabt. Positiv ist, dass wir nur 0:1 verloren haben und die Chance im Rückspiel haben. Wir haben eine sehr sehr junge Mannschaft, vielleicht hat sie sich ein wenig beeindrucken lassen. Manchester hat uns sehr unter Druck gesetzt. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Aber ich bin überzeugt, dass wir es noch schaffen können."
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