Die erste Gelb-Rote sah Linz gleich in seinem allerersten Spiel Anfang Februar im Derby gegen den FC Zürich. Zuerst kassierte der 28-Jährige Gelb, weil er bei einem Kopfballduell seine Arme zu hoch hielt, wenige Minuten später folgte der Platzverweis wegen Spielverzögerung.
Der zweite Ausschluss ereignete sich am Wochenende im Spiel gegen die Young Boys Bern. Linz wurde dreimal hintereinander gefoult, ohne einen Freistoß zu bekommen. Beim vierten Mal produzierte der ÖFB-Teamstürmer eine so offensichtliche Schwalbe, dass Schiedsrichter Kever gar nicht anders konnte, als in der 73. Minute die Karte zu zücken. Leider war Linz zu diesem Zeitpunkt schon verwarnt und musste vom Platz.
Luigi Ponte: "Linz fehlt die Intelligenz"
Luigi Ponte kommentierte den Auschluss mit folgenden Worten: "Der Platzverweis ist ein Witz. Der Assistent schaut die ganze Zeit nur auf den Ball, sieht dreimal das Foulspiel von Portillo nicht. Er hat die beiden Spieler gar nicht im Visier. Das ist ja wahnsinnig." Und der Schiedsrichter-Chef fügt hinzu: "In der Schweiz gibt es für die Spieler weniger Spielraum als in Österreich. Die Schiedsrichter pfeifen hier viel genauer und exakt nach Regelbuch. Als Profi sollte Linz das wissen. Wenn ein Spieler bereits verwarnt ist, sollte er keine Schwalbe produzieren. Da fehlt Linz die Intelligenz!"
Am Montag gab es aber nicht nur für Linz harte Worte, sondern für die Grasshoppers auch schlechte Nachrichten: Als einzigem Club ist den Zürichern die Lizenz für die kommende Saison vorerst verweigert worden. Die Liga verweigerte die Erteilung der Lizenz, weil sie noch Informationen zum letztjährigen Verlust benötigt. Die Grasshoppers können innerhalb von fünf Tagen gegen den Entscheid der Lizenzkommission Einspruch erheben.
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