Salzburg lieferte zwar eine der wohl schlechtesten Heimauftritte unter Trainer Co Adriaanse ab, ging aber trotzdem mit den anvisierten drei Punkten vom Feld. Janko blieb nach einem weiten Einwurf von Sekagya im "Ringkampf" mit Gegenspieler Malic erfolgreich und verwertete aus kurzer Distanz zu seinem 35. Saisontreffer. Dem Teamstürmer fehlen damit nur noch sechs Tore auf die Rekordmarke von Hans Krankl. Vor und nach dem 1:0 zeigte der Spitzenreiter jedoch eine mehr als dürftige Leistung.
Tchoyi kam zu spät und landete auf der Bank
Ohne Somen Tchoyi, der von Adriaanse zunächst auf die Bank strafversetzt wurde, nachdem der Kameruner zu spät zur Abfahrt ins Stadion erschienen war, boten die Hausherren eine spielerisch dürftige Leistung. Vor allem aus dem nicht eingespielten Mittelfeld fehlten die zündenden Ideen, das Sturmduo Janko-Nelisse wurde kaum mit brauchbaren Bällen versorgt. Auch wenn die Fans zunächst "Wir werden Meister"-Chöre angestimmt hatten, war die Vorstellung der Mozartstädter wenig meisterlich.
Mattersburg setzte die Tugenden Laufen und Kämpfen dagegen, der Tabellenneunte blieb im Abschluss aber glücklos. Ein Kopfball von Sedloski (25.) klatschte nach einem Eckball an die Latte, Seidl (36.) verfehlte das Gehäuse mit einem Distanzschuss nur hauchdünn. Außerdem haderten die Burgenländer mit Schiedsrichter Plautz, der bei einer Attacke von Boussaidi an Mörz (26.) keinen Elfmeter gab.
Rote Karte für Mörz
Nach einer Stunde Spielzeit schwächten sich die Gäste außerdem selbst. Kapitän Mörz, der bereits nach elf Minuten die Gelbe Karte gesehen hatte, musste nach wiederholtem Foulspiel (62.) vom Platz. Die nun sechs Spiele ungeschlagenen Salzburger vermochte aber selbst aus der nummerischen Überlegenheit zunächst kein Kapital zu schlagen.
Vonlanthen (67.), Zickler (74.) und Nelisse (78.) vergaben die wenigen sich bietenden Chancen leichtfertig, die Meisterchöre von den Tribünen hatten sich zu diesem Zeitpunkt längst in Pfiffe verwandelt. Eine Einzelleistung von Vonlanthen, der ein Solo mit dem 2:0 krönte, brachte den 14. Sieg im 15. Saisonheimauftritt aber endgültig unter Dach und Fach. Mattersburg bleibt in dieser Saison auswärts hingegen weiter sieglos.
Rapid lässt weiter Punkte liegen
Rekordmeister Rapid hat gegen Altach weitere Punkte liegengelassen. Die Wiener kamen gegen Tabellenschlusslicht SCR Altach auswärts nicht über ein 1:1 hinaus. Der Titelverteidiger, der bereits in der Vorwoche Sturm Graz mit 0:1 unterlegen war, liegt damit bereits zehn Punkte hinter Tabellenführer Red Bull Salzburg auf Platz zwei. Die Tore erzielten Rapid-Sturmtank Stefan Maierhofer (36.) sowie der Deutsche Stephan Kling (83.).
7:2, 5:1 und 8:1 hatte Rapid in dieser Saison bereits gegen Altach gewonnen, diesmal reichte eine mäßige Leistung gegen den "Lieblingsgegner" nicht für drei Punkte. Nach einem Corner von Ze Elias überlistete Kling im Finish Jungnationalspieler Yasin Pehlivan und traf per Kopf zum Ausgleich. Die Vorarlberger schlossen damit nach Punkten zum Vorletzten Mattersburg auf, haben im Abstiegskampf vorerst aber noch das schlechtere Torverhältnis.
Hoffer lässt Großchancen aus
Rapid war überfallsartig gestartet, Teamstürmer Erwin Hoffer ließ aber gleich zwei Großchancen ungenützt. Bereits nach 105 Sekunden knallte der 22-Jährige aus fünf Metern ans Lattenkreuz, in der 21. Minute setzte er den Ball völlig frei stehend über das Tor. Ausgerechnet als die Altacher das Spiel in den Griff zu bekommen schienen, schlug Maierhofer zu. Der 2,02-Meter-Mann traf nach Vorarbeit von Boskovic ins lange Eck. Acht seiner 22 Saisontore hat Maierhofer damit gegen Altach erzielt.
Dabei war das Tabellenschlusslicht ab Mitte der ersten Hälfte die aktivere Mannschaft. Einzig Helge Payer hatte es der Meister zu verdanken, im "Ländle" nicht in Rückstand geraten zu sein. Der Keeper parierte erst Flachschüsse von Koch (24.) und Ze Elias (25.), in der 36. Minute brachte Jun den Ball auch aus fünf Metern nicht an Payer vorbei. Nach Seitenwechsel entschärfte er einen Direktversuch von Schoppitsch (68.). Kurz zuvor hatte Eder einen Volley von Vorisek per Kopf über die Latte gelenkt.
Schicklgruber als Teufelskerl
Die Altacher Angriffsbemühungen wurden am Ende doch noch belohnt, Rapid hatte im Konter aber bereits mehrmals die vorzeitige Entscheidung am Fuß gehabt. Unruheherd Hoffer setzte seine Serie vergebener Chancen allerdings auch nach der Pause fort, scheiterte an Torhüter Schicklgruber, der sich danach auch bei einem verdeckten Schuss von Pehlivan auszeichnete (56.). Boskovic verfehlte das Gehäuse nach kluger Ablage von Kapitän Hofmann (60.).
Rapid hat damit in den vergangenen zwei Runden nur einen Punkt geholt, Salzburg deren sechs. Altach gab vor der größten Heimkulisse der Saison, 8.140 Zuschauern in der Cashpoint-Arena, ein Lebenszeichen im Abstiegskampf von sich. Die Vorarlberger sind zwar bereits sieben Spiele ohne Sieg, dürfen aus einer starken kämpferischen Leistung aber neue Hoffnung schöpfen.
Hart erkämpfter Sieg für Wiener Austria
Die Wiener Austria hat am Samstag vor Heimpublikum nach Rückstand einen hart erkämpften 2:1-Erfolg gefeiert. Die Violetten kamen vor 6.100 Zuschauern nach zuletzt vier sieglosen Bundesligaspielen zum ersten Erfolg seit 10. März und haben vor der Sonntagspartie zwischen Sturm und Kärnten vier Punkte Guthaben auf die Grazer. Die Kapfenberger kassierten beim Tabellendritten die elfte Auswärtsniederlage der Saison und sind neun Punkte vor Altach und Mattersburg weiter Achter. Die Gäste waren durch Hüttenbrenner (53. Minute) in Führung gegangen, ehe Okotie (83.) und Acimovic (90.) doch noch den zehnten Heimerfolg sicherstellten und Trainer Karl Daxbacher ein verspätetes Geschenk zu dessen 56. Geburtstag am Dienstag bescherten.
Die engagierten Kapfenberger hatten in der Anfangsphase nach einer Freistoßflanke, die Austria-Tormann Safar schlecht berechnete, durch Taboga die erste Möglichkeit des Spiels. Wirklich gefährlich für die Hintermannschaft der Wiener wurde es dann in der 17. Minute. Hüttenbrenner ließ nach Flanke von Felfernig Teamverteidiger Schiemer aussteigen, scheiterte aber dann aus kurzer Distanz an Safar. Die erste Großchance der zumeist ideenlos auftretenden Daxbacher-Truppe in der ersten Spielhälfte hatte Bak nach einem Acimovic-Corner in der 23. Minute, der Abwehrspieler verfehlte das Tor per Kopf jedoch deutlich.
Gäste beginnen stark
Die Gäste agierten spritziger und aggressiver als die Favoritener und ließen in der Abwehr wenig zu. Auf der anderen Seite musste Safar in der 34. Minute einen Weitschuss von Siegl spektakulär abwehren, ein Hüttenbrenner-Kopfball sorgte wenig später erneut für Torgefahr. Fünf Minuten vor der Pause war es Acimovic, der nach Hereingabe von Standfest aus dem Stand per Kopf leichtfertig vergab.
Zwei Minuten vor der Halbzeit schloss Schiedsrichter Drachta Bak wegen einer Tätlichkeit aus, der Pole hatte Kapfenberg-Kapitän Taboga mit dem Ellbogen am Kopf getroffen. Mit zehn Mann lief es für die Austria nach Wiederbeginn keineswegs besser, ein abgewehrter Freistoß von Bazina aus 20 Metern in der 50. Minute war zunächst die magere Ausbeute. Nachlässigkeiten in der Wiener Hintermannschaft führten dann zum 0:1. Hüttenbrenner kam nach einem Eckball von Siegl aus drei Metern beinahe unbedrängt zum Kopfball. Safar hatte es verabsäumt, die Flanke abzufangen.
In Unterzahl Spiel gedreht
Die Wiener reagierten und legten angetrieben von Acimovic einen Gang zu. Bazina verfehlte in der 62. Minute aus kürzester Distanz nach einer Topic-Hereingabe das Gehäuse. Ein Freistoß des Austria-Spielmachers in der 79. Minute ging knapp neben das Tor von Eisl. In der Schlussphase wurden die Austrianer schließlich doch noch für die Steigerung nach der Pause belohnt. Sturmspitze Okotie köpfte nach einer Flanke des eingewechselten Diabang zum Ausgleich ein. Acimovic, der sein 14. Saisontor erzielte, sorgte in der Schlussminute nach Flanke von Suttner im Fallen sog
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