So, 19. August 2018

Zu viel gespielt

25.02.2009 11:23

Ärzte entdecken "Playstation-Hauterkrankung"

Genfer Ärzte wollen herausgefunden haben, dass übermäßiges Zocken und heftiges Button-Gedrücke zu Hautverletzungen an der Hand führen kann. Sie schlagen vor, die neue Hauterkrankung "Palmare Playstation Hidradenitis" zu nennen.

Die Forscher um Vincent Piguet vom Universitätsspital Genf beschreiben im "British Journal of Dermatology" den Fall eines zwölfjährigen Mädchens mit sehr schmerzhaften Hautblessuren. Die Schwellungen waren vier Wochen vor der Spitaleinweisung aufgetreten.

Laut den Ärzten kommen solche Schwellungen manchmal an den Fußsohlen von Kindern vor, die joggten und dabei stark schwitzten. Dass die Beschwerden nur an den Händen beobachtet werden, sei ungewöhnlich. Zudem gab das Mädchen an, in letzter Zeit nicht intensiv Sport getrieben zu haben.

Die Eltern erinnerten sich aber daran, dass ihre Tochter in den Tagen vor dem Auftreten der Krankheit begonnen hatte, sich täglich mehrere Stunden mit ihrer PlayStation zu beschäftigen. Sie spielte auch mit den Blessuren weiter - allerdings jeweils weniger lang.

Controller zu heftig gedrückt
Piguet und sein Team vermuten, dass das heftige Packen des Controllers und das Drücken der Tasten in den Handflächen des Mädchens zu winzigen Hautverletzungen führten. Diese Läsionen könnten sich durch Schwitzen verschlimmern. Die Ärzte verschrieben dem Mädchen PlayStation-Abstinenz - und nach zehn Tagen waren die Schmerzen weg.

Aufkommendes Gesundheitsproblem
Die Forscher bezeichnen exzessives "Gamen" als aufkommendes Gesundheitsproblem. Meist gehe es dabei zwar um eine Art "Sucht", die zu psychologischen Problemen führen könne. Erst kürzlich wurde allerdings auch eine chronische Sehnenentzündung beschrieben, die auf übermäßigen Gebrauch von Nintendos Wii-Konsole zurückgeführt wird.

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