"Noch nicht vorbei"

Brückner hofft noch auf erfolgreiche WM-Quali

Fußball
24.01.2009 10:31
ÖFB-Teamchef Karel Brückner hat den Glauben an eine Teilnahme an der Fußball-WM 2010 in Südafrika noch immer nicht verloren. "Die Qualifikation ist noch nicht vorbei. Es ist unsere Pflicht, hart weiterzuarbeiten. Es gibt noch Hoffnung", behauptete der Tscheche am Freitagabend im Rahmen eines ÖFB-Trainerseminars in Maria Enzersdorf.

Dort stellte sich der 69-Jährige gemeinsam mit seinem Assistenten Andreas Herzog den Fragen von rund 400 Betreuern, die vor allem wissen wollten, wie man die aktuelle Krise schnellstmöglich überwinden könne. Eine Antwort darauf blieb Brückner schuldig. "Erwarten Sie von mir kein Wunderrezept. Das ist nicht so, als ob man einen Guglhupf macht", sagte der Coach.

Dem österreichischen Team fehlen laut Brückner "die absoluten Top-Spieler. Zu meiner Zeit in Tschechien waren alle Teamspieler im Ausland, und alle haben zu den besten Spielern ihrer Clubs gezählt".

Herzog beklagt Legionärs-Misere
Geht es nach Herzog, dann ist die aktuelle Legionärsmisere zu einem guten Teil für die triste Ausgangslage in der WM-Qualifikation (Rang vier mit vier Punkten aus vier Spielen) mitverantwortlich. "In den vergangenen drei, vier Spielen ist uns auf den Kopf gefallen, dass viele unserer Legionäre nur wenig zum Einsatz gekommen sind", lautete die Feststellung des Rekord-Internationalen.

Fehler beim EM-Kadererstellung
Der Wiener gab im Nachhinein einen Fehler bei der Kaderzusammenstellung für die EURO 2008 zu. "Es war die falsche Lösung, keinen zusätzlichen Stürmer, sondern Innenverteidiger mitzunehmen." Man habe diese Entscheidung getroffen, weil schon im Vorfeld klar war, dass man gegen Kroatien und Deutschland mit einer Dreierkette agieren würde. Dadurch sei das Risiko groß gewesen, mehrere zentrale Abwehrspieler durch Verletzungen oder Sperren zu verlieren.

Im Endeffekt kam jedoch der fünfte Innenverteidiger Jürgen Patocka zu keinem EM-Einsatz - dafür hätte die ÖFB-Truppe aufgrund des Spielverlaufs in allen drei Gruppen-Partien kopfballstarke Stürmer wie (den damals allerdings nicht topfitten) Marc Janko oder Stefan Maierhofer dringend nötig gehabt, wie Herzog einräumte.

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