Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
09.12.2016 - 20:42
Foto: dpa/Fredrik Von Erichsen, APA/Barbara Gindl

Hypo- Gesetz: Moody's stuft elf heimische Banken ab

20.06.2014, 20:34
Das Hypo-Sondergesetz mit seinem Schuldenschnitt von Nachranganleihen trotz Landeshaftung hat nun erste Auswirkungen auf die heimische Bankenszene: Die Ratingagentur Moody's senkte am Freitag ihren Daumen über gewährträgerbehaftete Schuldverschreibungen in Österreich. Elf Banken sind betroffen, hieß es von Moody's.

"Wir reflektieren nun in zahlreichen Rating- Aktionen, dass Gläubiger von Nachrangdarlehen am Abbau der Hypo beteiligt werden", sagte Carola Schuler, Managing Director Banking bei Moody's in London. Sie sprach davon, dass die Regierung zuerst eine Insolvenz der Hypo in Betracht gezogen habe, dann wieder ausgeschlossen und jetzt laut dem entsprechenden Gesetzesentwurf die Nachranggläubiger "zum Bail- In" - also zur Kassa - bitten will.

"Beispielloser Schritt" könnte weitere Konsequenzen haben

Man setze die Ratings für gewährträgerbehaftete Schulden "sehr weit hinunter, weil die Möglichkeit besteht, dass diese auch noch einmal belangt werden könnten", erklärte Schuler. Moody's spricht in einer Aussendung von einem "beispiellosen Schritt der Regierung, die Interessen der Steuerzahler über die Rechte der Gläubiger zu stellen, die zuvor von den Garantien des öffentlichen Sektors profitiert hatten". Das zeige, dass die österreichischen Behörden nun insgesamt gewillter seien, auch Bankenabwicklungen zuzulassen, bei denen auch vorrangige Gläubiger Verluste mittragen müssen.

Moody's schätzt die Wahrscheinlichkeit von Bankenhilfen für alle österreichischen Banken nun als geringer ein. Auch Ausfallsgarantien für vorrangige unbesicherte Kredite haben nach der Einschätzung von Moody's nur noch sehr begrenzten Wert. Die Ratings für langfristige Verbindlichkeiten und Einlagen von elf Banken wurden um einen Grad herabgestuft, der negative Ausblick für diese Ratings beibehalten. Die entsprechenden kurzfristigen Verbindlichkeiten und Einlagen dieser Banken wurden bestätigt bzw. um einen Grad herabgesetzt.

S&P droht mit Abstufung von vier Bundesländern

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte angesichts des Hypo- Sondergesetzes vier Bundesländern umgehend mit schlechteren Bonitätsnoten gedroht, sollte das Gesetz beschlossen werden. Betroffen wären Wien, Burgenland, die Steiermark und Niederösterreich.

Finanzminister Michael Spindelegger reagierte auf die Entscheidung von Moody's mit Unverständnis: Diese sei "sachlich nicht nachvollziehbar", zumal sowohl Erste Group als auch Raiffeisen und Bawag ihre in der Finanzkrise erhaltenen Kapitalhilfen der Republik bereits vollständig zurückbezahlt haben. "Österreichs Banken haben in den vergangenen Jahren ihre Risiken minimiert und sind stabil aufgestellt", so Spindelegger.

20.06.2014, 20:34
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum