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18.08.2017 - 05:54
Foto: Hannes Markovsky

Vier Wolfbabys sollen Ruf wieder herstellen

11.06.2008, 01:00
Gruselgeschichten von Werwölfen oder die Märchen von den sieben Geißlein und vom Rotkäppchen haben aus dem Wolf ein böses Tier gemacht. Daher haben es sich Forscher zur Aufgabe gemacht, „Meister Isegrim“ in ein besseres Licht zu rücken. Im Almtal studieren sie die Beziehung zwischen Mensch, Hund und Wolf.

Schon seit etwa 50.000 Jahren begleiten „Wölfe“ in Form von Hunden die Menschen. Unklar ist jedoch, wie der Mensch mit Wölfen in Kontakt kam und warum gerade der Hund zum besten Freund, Wölfe aber zu Monstern wurden. Im Wildpark „Cumberland“ in Grünau im Almtal will ein dreiköpfiges Forscherteam mit vier kleinen kanadischen Wolfsbabys diese Fragen klären und die Menschen für diese Tiere sensibilisieren. „Dabei sollen auch die Besucher mit eingespannt werden: Sie können zusehen, wenn wir unsere Schützlinge testen“, so Forscherin Friederike Range.

Die Wissenschaftler wollen auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Wölfen und Hunden ergründen, um den treuesten tierischen Begleiter des Menschen besser zu verstehen.

„Ich teile mir mit den Wölfen auch das Bett“

Mit ihren beiden Kollegen will die Forscherin Friederike Range (36) die Wolfswelpen im Wildpark in Grünau im Almtal handzahm machen.

Wann kamen die vier Wölfe in Ihre Obhut?
Wir haben sie bekommen, als sie zehn Tage alt waren. Also als ihre Augen noch geschlossen waren. Somit waren wir die Ersten, die die Babys zu Gesicht bekamen.

So ein Tag mit den jungen Wolfswelpen ist vermutlich spannend.
Ja, wir betreuen sie rund um die Uhr. In der Nacht teile ich mit den Wölfen das Bett, wir schlafen bei ihnen, und sie kuscheln mit uns. Untertags stellen wir ihnen spielerisch Aufgaben.

Was soll dieses Projekt zukünftig bewirken?
Wir wollen die Öffentlichkeit für diese Tiere interessieren. Und neue Maßstäbe für die Wolfshaltung setzen. Bisher ist das Hauptproblem, dass Wölfe in ihrem Gehege unterbeschäftigt sind.

Wie sieht es mit der Wiederansiedelung aus?
Diese kanadischen Wölfe sind nicht geeignet, um sie hier anzusiedeln  aber ich denke, dass das Projekt die Menschen für das Thema sensibilisieren kann.


Foto: Hannes Markovsky

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