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20.08.2017 - 02:31
Foto: Markus Wenzel

Pühringer wird nicht UHBP: "Mich bringt keiner nach Wien"

18.10.2009, 10:22
Schwarz-Rot, wieder Schwarz-Grün oder doch die Alleinherrschaft im Land? In der heißen Endphase der Koalitionsverhandlungen spricht Landeschef Josef Pühringer im „Krone“-Interview über Frauen in der Landesregierung, eine Kandidatur als Bundespräsident und die Lust, mal auch auf den Tisch zu hauen.

„Krone“: Herr Pühringer, warum bekennen Sie sich nicht endlich klar zu einer „Frau Landesrat“ für die neue ÖVP- Regierungsmannschaft?
Pühringer: Lassen Sie sich doch einfach kommende Woche überraschen.

„Krone“: Die weibliche ÖVP- Riege fordert schon öffentlich von Ihnen, eine Frau an die vorderste Front zu holen.
Pühringer: Es gibt genügend engagierte Frauen in der ÖVP, mit einigen bin ich auch im Gespräch.

„Krone“: Genannt wurden schon einige Landesrätinnen.
Pühringer: Womöglich wird es eine, an die noch niemand denkt.

„Krone“: Sie sind laut einer Umfrage der vertrauenswürdigste Landeshauptmann in Österreich. Was werden Sie aus diesem Vertrauen machen?
Pühringer: Zum einen weiß ich, dass eine gewonnene Wahl automatisch einen Bonus verleiht, zum anderen, dass Vertrauen, aber erst recht ein Wahlergebnis, verpflichten. Ich nehme das mit Freude, aber auch Demut an.

„Krone“: Spornt Sie so ein Wählervertrauen gar so an, dass Sie sich vorstellen könnten, statt Niederösterreichs Landeschef Erwin Pröll als Bundespräsident zu kandidieren?
Pühringer: Das meinen sie aber jetzt nicht ernst oder?
„Krone“: Natürlich.
Pühringer: Ich bin gerade mit 47 Prozent der Wählerstimmen als Landeshauptmann bestätigt worden. Ich bin alleine meinem Bundesland verpflichtet. Was Schöneres wie Landeshauptmann von Oberösterreich zu sein, gibt’s nicht.

„Krone“: Die Bundespolitik ist also keine Option?
Pühringer: Mich bringt sicher keiner nach Wien.

„Krone“: Und wenn die Hofburg nach Linz versetzt würde?
Pühringer: Nein, auch dann nicht.

„Krone“: Warum tun Sie sich das Koalitionsgeplänkel überhaupt an und setzen nicht einfach die Regierungszusammenarbeit mit den Grünen fort?
Pühringer: Es ist demokratiepolitsich notwendig, mit allen zu verhandeln. Wenn eine Koalition kommt, wird es parallel dazu auch mit anderen Parteien eine themenbezogene Zusammenarbeit geben.

„Krone“: Das heißt konkret?
Pühringer: Ich will niemanden von der Zusammenarbeit ausschließen. Besonders in wichtigen Landesfragen nicht. Wir werden die Konzentrationsregierung, die ja in der Verfassung verankert ist, stärker leben, weil wir jetzt Zeiten haben, wo es besonders wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen.

„Krone“: De facto gibt’s diesmal gar keine Opposition mehr.
Pühringer: Das heißt aber sicher nicht, dass Kontrolle ausgeschlossen wird.

„Krone“: Mit der absoluten Mehrheit als Ass im Ärmel könnten Sie jetzt einmal so richtig auf den Tisch hauen.
Pühringer: Es würde mir sicher an Selbstbewusstsein dafür nicht fehlen, aber Krawall und auf den Tisch hauen passen nicht zu mir. Außer, es erfordert die Situation. Es ist doch auch so viel glaubwürdiger, als wenn ich das jede Woche tun würde.

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