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20.09.2017 - 13:30
Foto: APA/rubra

Protest an Linzer Uni gegen geplante Budgetkürzung

19.10.2010, 16:20
Österreichs Universitäten haben am Dienstag mit Vollversammlungen und Demonstrationen gegen die von der Regierung geplante Budgetkürzung ab dem Jahr 2013 protestiert. An allen Uni-Standorten informierten die Rektoren über die angespannte finanzielle Lage der Hochschulen. An der Uni Linz nahmen mehr als 1.000 Studierende und Lehrende teil.

Die Stimmung sei kämpferisch gewesen, berichtete ein ehemaliger Hörsaalbesetzer. Zu der Vollversammlung hatte das Rektorat gemeinsam mit der ÖH und "unibrennt" geladen, neben Vertretern dieser Gruppen nahmen noch welche des Uni- Betriebsrats teil. "Der Hörsaal war brechend voll", berichtet einer der Aktivisten.

Die Teilnehmer hätten "ziemlich einstimmig" für eine Bildungsmilliarde, für die Durchfinanzierung der Studienplätze und dafür, dass zwei Prozent des BIP in die Unis fließen sollen, votiert. Gegen Studiengebühren und für einen freien Uni- Zugang habe eine breite Mehrheit gestimmt. Es habe nur 60 Gegenstimmen und 20 Enthaltungen gegeben.

Kunstuni plant "künstlerischen Protest"

Auch in der Linzer Kunstuni wurde am Dienstag diskutiert, Aktionen werden bis Montag ausgearbeitet, so der ÖH- Vorsitzende Rainer Nöbauer. Es soll keine Demonstration sein, sondern ein künstlerischer Protest, mit Performances und Installationen im öffentlichen Raum. Welche genau das sein werden, darüber werde am Montag abgestimmt. Professoren, Mittelbau und Studenten seien beteiligt.

Der Rektor der Universität Linz, Richard Hagelauer (Bild), warnte vor den Folgen einer Stagnation des Hochschulbudgets: "Wenn das Budget eingefroren wird, dann haben wir um 33 Millionen Euro zu wenig in der nächsten Leistungsperiode zwischen 2013 und 2015". Die Unterfinanzierung würde zu Kürzungen im Personalbereich und einer Verschlechterung im Bereich von Forschung und Lehre führen.

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