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19.09.2017 - 16:39
Foto: APA/BARBARA GINDL

Mordprozess gegen Mediziner auf 28. Dezember vertagt

07.12.2011, 13:33
Der in Dubai wegen Mordes angeklagte Mediziner Eugen Adelsmayr hat am Mittwoch einen Antrag auf Vertagung der für Vormittag angesetzten Verhandlung eingebracht, dem stattgegeben wurde. "Das war problemlos möglich, der nächste Prozesstermin ist am 28. Dezember", sagte der Oberösterreicher. Grund der Vertagung ist, dass nun der gesamte Krankenakt des verstorbenen Patienten, dessen Tod im Jahr 2009 dem 52-Jährigen vorgeworfen wird, bei Gericht eingelangt ist.

"Meine Anwältin wurde gestern am späten Nachmittag verständigt", erklärte Adelsmayr. Eigenen Angaben zufolge hat der Mediziner schon vor mehreren Wochen die Übergabe der Krankengeschichte an das Gericht beantragt. "Bisher hatten wir nur Einsicht in ein Fünftel des gesamten Akts", sagte der Bad Ischler.

Er rechnet damit, dass er und seine Anwältin "morgen oder übermorgen" Kopien davon erhalten werden. Obwohl sich der Prozess durch die Vertagung in die Länge zieht, ist der Oberösterreich positiv gestimmt. "Diese Verzögerung ist gut für uns, wir können uns endlich gründlich auf die weiteren Verhandlungen vorbereiten."

Weihnachten erstmals seit 2009 wieder zu Hause

Die Zeit bis zum nächsten Prozesstermin möchte der Mediziner wieder in Österreich verbringen. "Sobald ich einen Flug bekomme, reise ich zurück", sagte er. Er wird damit Weihnachten erstmals seit 2009 in seiner Heimat feiern. "Wir freuen uns sehr darüber, dass er das erste Mal seit zwei Jahren wieder am heiligen Abend bei uns ist", sagte sein Sohn. Die Familie freue sich immer, wenn der Vater bzw. Ehemann zu Hause sei.

"Zuerst müssen wir jetzt die Akten studieren"

Den ursprünglich für Mittwoch geplanten siebenten Verhandlungstermin wollte der Arzt schon im Vorfeld um eine Woche verschieben, da ein wichtiger Zeuge der Verteidigung am 7. Dezember verhindert war. Dieser Zeuge soll nun beim nächsten Prozesstermin aussagen. "Zuerst müssen wir jetzt die Akten studieren, voraussichtlich sollen am 28. Dezember jedoch drei Zeugen der Verteidigung gehört werden", sagte Adelsmayr.

Adelsmayr droht die Todesstrafe

Dem Oberösterreicher und einem indischen Kollegen wird der Tod eines Patienten im Februar 2009 durch unterlassene Hilfeleistung und eine hohe Dosis Opiate zur Last gelegt. Dafür droht dem Bad Ischler die Todesstrafe. Ende September hatten die Behörden Adelsmayr erstmals seit 2009 die Ausreise gestattet. Der Grund: Die Erkrankung seiner Frau.

07.12.2011, 13:33
AG/red
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