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21.08.2017 - 09:08
Foto: APA/DPA/Markus Führer

Große Kooperation gegen Gewalt durch Schüler

18.11.2008, 15:45
In Oberösterreich startet eine Kooperation gegen Gewalt durch Schüler. Die Polizei, das Land, der Landesschulrat und die Elternvereine vernetzen sich in einem Präventionsprojekt gegen Happy Slapping (Filme mit extrem gewalttätigen oder pornografischen Inhalten auf Handys), Cyberbullying (Nutzung beispielsweise von Internet, um anderen Menschen zu schaden) sowie Gewaltspiele. Das berichteten Landespolizeikommandant Andreas Pilsl, Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer und die Präsidentin des Landesverbandes der Elternvereine an höheren und mittleren Schulen am Dienstag.

Pilsl betonte, die Dunkelziffer bei dieser sehr jungen "Begehungsform" sei groß, die Opfer würden aus Scham keine Anzeige erstatten. Außerdem sei es oft schwierig zu erkennen, ob es sich um reale oder gestellte Szenen handle. Das sei aber egal, weil auf jeden Fall Hemmschwellen überschritten würden. In der Statistik würden nur die "harten Fakten" übrig bleiben. Das seien rund 20 pro Jahr in Oberösterreich. Beispielsweise hätten in einem Fall im Raum Steyr Schüler eine Maus in einer Tierhandlung gekauft, diese bei lebendigem Leib verbrannt und das Video davon per Handy verbreitet.

Prävention durch Workshops mit Gewaltschutzbeamten

Bei dem Präventionsprojekt "Click and Check" bietet die Polizei an, ihre rund 60 Gewaltschutzbeamten in die Schulen zu schicken, dort Aufklärung durch Workshops für die Schüler zu betreiben. Zudem soll es eine Lehrer- und eine Elternfortbildung geben, weil diesen oft die Medienkompetenz fehle. Dazu ist unter anderem die Produktion von vier Schulungsfilmen zu den einzelnen Themen der Gewalt durch Schüler im Gange. Das Projekt soll im kommenden Schuljahr in den Schulen ausgerollt werden.

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