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20.08.2017 - 11:12
Foto: Polizei Leibnitz

Ex- Tresorknacker zogen Drogenring auf: 7 Festnahmen

16.12.2010, 16:43
Weil sie einen ruhigeren "Job" haben wollten, haben zwei ehemalige Tresorknacker einen Drogenring aufgezogen. Dieser wurde jetzt von Polizisten aus aus Oberösterreich und der Steiermark gesprengt. Die beiden Wiener sowie fünf weitere Verdächtige sind jetzt hinter Gittern, mehr als 100 Konsumenten wurden angezeigt.

Die Suchtgiftgruppe der Polizei Leibnitz hatte in Zusammenarbeit mit Staatsanwältin Barbara Schwarz bereits seit eineinhalb Jahren ermittelt. Dabei stießen die Fahnder auf Unglaubliches.

Arztbriefe und Rezepte gefälscht

Die beiden verurteilten Tresorknacker aus Wien- Ottakring, 59 und 58 Jahre alt, waren die Chefs der Bande. Der Jüngere war der Computer- Experte, der laut Kriminalisten aus dem Internet Krankengeschichten von Krebs- Patienten herunterlud. Mit diesen fälschte er dann Arztbriefe. Außerdem machte der Verdächtige Ausweise und Logos von diversen Organisationen, wie zum Beispiel der Volkshilfe, nach. Derart "ausgerüstet" trat er dann bei Ärzten als Krankenpfleger auf und ließ sich für seine imaginären Patienten "berauschende" Medikamente verschreiben. Insgesamt soll er mindestens 2.500 Arztbriefe, aber auch Rezepte gefälscht haben.

50.000 Kilometer Kurierfahrten zurückgelegt

Die "Ware" - die Bande bot auch Marihuana und Haschisch an - wurde schließlich per Post oder von dem 59- Jährigen an Kunden in ganz Österreich geliefert: "Er ist in sechs Monaten 50.000 Kilometer weit gefahren", berichtet Ermittlungsleiter Anton Baierl von der Polizei Leibnitz. Und: "Sie haben mithilfe von Freigängern auch Drogen in die Strafanstalt Karlau geschmuggelt."

In Haft sind außerdem fünf Dealer- Komplizen: drei aus Oberösterreich (ein 24- und ein 25- Jähriger aus Kirchdorf, eine 24- Jährige aus Wels) und zwei Grazerinnen, 16 und 21 Jahre alt. Die Bande soll Drogen im Gesamtwert von 600.000 Euro verkauft haben: "Für eine Kapsel oder Tablette haben sie das Zehnfache vom Einkaufspreis verlangt!"

von Peter Riedler, "Steirerkrone"

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