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22.08.2017 - 00:03
Die 12 Asylwerber, die in Linz aus einem Zug geholt wurden, wurden von der Polizei abgeführt
Foto: Markus Schütz/Kronen Zeitung

Ersatz- Zeltlager in Linzer Polizeigarage

21.08.2015, 06:00
Die Zelte sind weg, die Asylwerber aber noch da - und sie werden mehr! In der (politischen) Not wird ein für die Bevölkerung nahezu unsichtbares Quartier für bis zu 200 Flüchtlinge in der Linzer Polizeigarage errichtet. Mit Zugang zum Anhaltezentrum, das für heimische Häftlinge geschlossen ist.

"Vorführbefehle sind wegen Überfüllung des Polizeianhaltezentrums mit Asylwerbern vorläufig ausgesetzt", hieß es am Donnerstagnachmittag in Linz. Das bedeutet eine Gnadenfrist für heimische "Strizzis".
Inzwischen wird auch zugegeben, dass das Ausräumen der Garage des Stadtpolizeikomandos Linz in der Nietzschestraße nicht wegen eines Festes, sondern für bis zu 200 Asylwerber geschieht. Um Notquartiere zu schaffen, wenn das angrenzende Polizeianhaltezentrum wieder überfüllt ist. De facto ist es ein Ersatz fürs abgerissene Zeltlager am Sportplatz des Areals. Der Kostenvoranschlag für die Rasenreparatur beträgt übrigens 50.000 Euro.

Und der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab: So wollten ein Deutscher und ein Palästinenser fünf Iraker nach Bayern bringen. Ein Zivilist rief die Polizei, die den Wagen nach kurzer Verfolgung beim Voralpenkreuz stoppte. Ein Tschetschene wiederum lieferte den Beamten über die A 8 und A 25 ein Rennen, wurde beim Tunnel Noitzmühle gestoppt - er hatte acht Syrer dabei. Und ein Deutscher verfolgte einen Rumänen (34), der in Bayern 18 Illegale ausgesetzt hatte, stoppte den Kleinlaster in St. Marienkirchen/Schärding. Und aus einem Zug von Budapest nach München holte die Polizei zwölf illegale Reisende.

Eine Groteske gibt’s übrigens um das frühere Postgebäude gegenüber der ehemaligen Linzer Zeltstadt. Das Innenministerium versprach, hier Asylwerber unterzubringen, doch es ließ ein Angebot der Bundesimmobiliengesellschaft bis dato unbeantwortet.

21.08.2015, 06:00
Markus Schütz/Robert Loy
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