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24.09.2017 - 00:34
Symbolbild
Foto: Kronen Zeitung/Brodnig

Ehemann und Stiefvater griffen zu Messern

14.05.2017, 05:00

In zwei nur drei Kilometer entfernten Asylwerberheimen in Ottensheim und Rottenegg gab es binnen acht Stunden zwei Messerangriffe durch afghanische Männer - ein Opfer überlebte nur knapp. Zuerst stach ein 37- Jähriger auf seine Stieftochter (23) ein, weil diese sich in den falschen Mann verliebt hatte und verletzte sie am Nacken, doch das Paar konnte fliehen. Und dann verletzte ein 20- Jähriger seine um 17 Jahre ältere Ehefrau lebensgefährlich und schlief dann bei der nahen Bushaltestelle ein. Die Iranerin wurde in einer Not- Operation gerettet. Jetzt ermittelt das Landeskriminalamt wegen Mordversuch.

Mordversuch im Asylwerberheim in Rottenegg nahe Ottensheim: Im Rausch gerieten ein 20- jähriger Afghane und seine 37- jährige iranische Ehefrau, mit der er aber nur nach muslimischem Ritus verheiratet ist, gegen 3 Uhr früh aneinander.

Heimbewohner schlugen Alarm

Dann hatte der junge Asylwerber plötzlich ein Küchenmesser in der Hand und stach mehrmals auf seine um 17 Jahre ältere Frau ein, ehe er die Flucht ergriff. Andere Heimbewohner schlugen Alarm - der Notarzt konnte die lebensgefährlich verletzte Iranerin stabilisieren, ehe sie in der Linzer Uniklinik notoperiert und gerettet wurde.

Angreifer schlief in Bushaltestelle

Die Polizei fand den Angreifer in der Nähe des Tatorts in einer Bushaltestelle schlafend auf. Er war auch verletzt und betrunken - das Streitmotiv ist noch unklar.

Stieftochter liebt den Falschen

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich im nur drei Kilometer entfernten Asylwerberlager in Ottensheim ein Messerangriff ereignet: Weil er die Liaison seiner 23- jährigen Stieftochter mit einem 28- jährigen, in Dänemark registrierten afghanischen Flüchtling missbilligte, attackierte in Ottensheim am Freitagabend ein 37- jähriger Afghane die junge Frau mit einem Messer, fügte ihr eine stark blutende Wunde am Nacken zu.

Messerstecher löste Entführungsalarm aus

Stieftochter und Freund flohen daraufhin mit ihrem Auto, worauf die Familie des Messerstechers Entführungsalarm auslöste. Der Wagen des Pärchens wurde kurz darauf auf der B 131 Richtung Aschach an der Donau gestoppt. Rasch war klar: Es ist eigentlich umgekehrt und der "Böse" ist der Stiefpapa, nicht der Freund. Die verletzte Afghanin wurde ins Spital gebracht, der Stiefvater wird wegen Körperverletzung angezeigt.

Markus Schütz und Johann Haginger, Kronen Zeitung

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