Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.08.2017 - 22:57
Foto: dpa/Armin Weigel

"Beim Sparen darf es keine Tabus mehr geben"

22.02.2011, 01:00
Auf fast einer Milliarde Euro Schulden sitzt die Stadt Linz. Eine politische Arbeitsgruppe soll ab März deshalb konkrete Einsparungspotential finden. Die Ausgangsposition ist brisant: Während die SPÖ neue Einnahmen wie die Nebenwohnsitzsteuer auf Kurs bringen will, pocht die ÖVP auf strukturelle Einsparungen.

Die Arbeitsgruppe, der ein Vertreter jeder Stadtsenatspartei angehört, wurde einberufen, nachdem ÖVP und FPÖ der mittelfristigen Finanzplanung von Stadtrat Johann Mayr (SPÖ) im Budgetvoranschlag nicht zugestimmt hatten.

"Linz ist mit Pro- Kopf- Einnahmen von jährlich 1.844,34 Euro die Stadt mit den meisten Steuereinnahmen in ganz Österreich, gleichzeitig hat man auch die meisten Schulden. Die Pro- Kopf- Verschuldung beträgt 2.500 Euro jährlich, während dies etwa in Innsbruck nur 133 Euro sind", betont ÖVP- Gemeinderat Wolfgang Hattmannsdorfer. Er will deshalb die Ausgabenstruktur der Stadt beleuchten.

Mit Zahlungen an das Land überfordert

"Wir haben ein strukturelles, kein konjunkturelles Problem. Beim Sparen darf es in Linz deshalb keine Tabus oder Denkverbote mehr geben." Gleich über neue Steuern zu reden, schließt Hattmannsdorfer aber aus. Doch genau dies peilt Finanzreferent Johann Mayr (SPÖ) in der Arbeitsgruppe an: "Einnahmenseitig wollen wir eine Einigung über neue Abgaben wie Nebenwohnsitzsteuer erreichen, um auch den Druck auf das Land als Entscheidungsträger zu erhöhen."

Beim Land selbst liegt für Mayr auch der "schwarze Peter": "Wir müssen um 40 Millionen Euro mehr als noch vor 20 Jahren aus den Bundesertragsanteilen gleich wieder als Transferzahlungen an das Land abgeben. Hätten wir solche Steigungsraten nicht, würde die Stadt auch heute noch locker einen Budget- Überschuss erwirtschaften."

Kronen Zeitung

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum