Bitter fügt er hinzu, dass europäische Beobachter die Lautstärke der Vuvuzela bereits bei der WM-Vergabe in Zürich hätten hören können. "Aber nein: Da waren sie zu beschäftigt beim Versuch, Südafrika bei der FIFA zu diskreditieren", meinte er mit Blick auf die zunächst sehr negative Berichterstattung über das WM-Gastland in Europa.
"Die Vuvuzela muss bleiben!"
Auch andere Medien am Kap widmeten der Vuvuzela-Debatte am Samstag großen Raum. Einhelliger Tenor auch bei den Radio-Talkshows: Die Vuvuzela ist Teil der südafrikanischen Fußball-Folklore und muss bleiben! FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte bereits erklärt, er sehe keine Chance für ein Vuvuzela-Verbot bei der WM nächstes Jahr.
"Coachen ist bei diesem Lärm unmöglich"
Indes hat sich auch der niederländische Teamchef Bert van Marwijk für ein Stadionverbot der Vuvuzelas ausgesprochen. "Zu Hause vor dem TV-Gerät war es wirklich ärgerlich, aber im Stadion wird man sich wohl daran gewöhnen, aber es ist immer noch unangenehm", sagte der Elftal-Trainer, der sich derzeit in Südafrika ein Bild vom WM-Veranstaltungsland macht. "Man will seine Spieler während des Matches coachen, aber mit diesem Lärm ist das fast unmöglich. Deshalb sollten sie außerhalb der Stadien bleiben", sagte Van Marwijk, dessen Mannschaft sich vor zwei Wochen als erstes europäisches Team für die WM qualifiziert hatte.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.