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23.07.2014 - 09:48

Weißenbachtal: Swinger bringen FKKler in Verruf

02.09.2011, 09:05
Weißenbachtal: Swinger bringen FKKler in Verruf (Bild: Marion Hörmandinger)
Foto: Marion Hörmandinger
Eine Swinger- Szene im idyllischen Weißenbachtal (Bild) beim Attersee sorgt dieser Tage für heftige Erregung und Schlagzeilen. Doch das bloße Nacktsein erlebt auch im Land ob der Enns neuerdings einen Boom, wie man etwa im Linzer Parkbad weiß. Dort hat man sich fürs Nacktbaden spezielle Angebote ausgedacht.

FKK, Freikörperkultur. Dieses Schlagwort spaltet derzeit die Gemüter und bereitet Ortsbürgermeistern - wie berichtet (siehe Infobox) - heftiges Kopfweh. Denn im Weißenbachtal hat sich eine Swinger- Szene etabliert, die für Beschwerden von Radlern und Wanderern sorgt. Jetzt soll sogar ein Krisengipfel die heißen Gemüter wieder abkühlen.

Dabei ist am Nacktsein für viele nichts Verwerfliches: "Es ist einfach toll, nackt zu baden und danach keine nassen Sachen auf der Haut kleben zu haben", sagt Manfred Einramhof, Obmann des Vereines "FKK Sportliga Linz". Auf einem Areal von 23 Hektar können dort die Mitglieder ungestört und abgeschottet von der Außenwelt ihren sportlichen Aktivitäten nachgehen.

"Nachfrage nach Nacktbaden ist derzeit sehr groß"

Der Verein ist 1.200 Mitglieder stark, doch es werden fast nur Paare und Frauen aufgenommen. "Das Vorurteil, dass Männer Spanner sind, besteht leider noch immer. Deswegen gehen wir da sehr vorsichtig vor und schauen, wie sich neue Mitglieder bei uns am Areal verhalten." Der Vereinsobmann freut sich auch darüber, dass alle Hüllenlosen auf eigens abgegrenzten Badeflächen in ganz Oberösterreich – wie etwa am Weikerlsee, an den Feldkirchner Badeseen oder im Linzer Parkbad sehr wohl auf ihre Kosten kommen können. "Die Nachfrage nach dem Nacktbaden ist derzeit sehr groß, deshalb gibt's bei uns jetzt ganz spezielle Angebote", berichtet etwa Wilfried Hartl vom Linzer Parkbad.

Das Problem im Weißenbachtal seien aber auch nicht die FKK- Anhänger, sondern jene Nudisten, die mit ihren unsittlichen Handlungen schon für massive Beschwerden gesorgt hätten, so Bürgermeister Franz Kneißl zur "Krone". Es gehe darum, die Leute, die sich verletzt fühlen, zu schützen. Er wolle nicht, dass das Weißenbachtal in Misskredit gerate.

Kronen Zeitung/red
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