Sa, 25. November 2017

„Wegwerfware“ Brot

16.04.2008 20:10

Jede 10. Semmel für den „Müll“

„Unser tägliches Brot gib’ uns heute“, heißt es im „Vater unser“. Wir schätzen das Grundnahrungsmittel aber gering: Etwa zehn Prozent der täglichen Brotproduktion sind für den „Müll“! Außerdem wirft jeder von uns jährlich zusätzlich 40 Kilo Lebensmittel weg .
Vor zehn Jahren aß jeder Oberösterreicher 74 Kilo Brot und Gebäck pro Jahr, heute sind es noch 68 Kilo. Dafür steigt die Vielfalt. „Der Handel will, dass die Brot-Regale auch noch am Abend mit jeder Sorte befüllt sind. Was übrig bleibt, geht zurück“, erklärt Hubert Fischer von der Linzer Großbäckerei Fischer Brot. Die Firma liefert täglich rund 70 Tonnen Brot und Gebäck aus. Je nach Markt und Sorte gehen bis zu 30 Prozent der Lieferung zurück. Retourwaren dürfen laut Gesetz nicht an Bedürftige weitergegeben oder zu Bröseln verarbeitet werden, sie werden als Tierfutter entsorgt. Nur Überproduktion, die nicht ausgeliefert ist, darf Fischer Brot etwa an SOMA weitergeben, wo arme Landsleute günstig einkaufen können.


Der Innungsmeister der 420 oberösterreichischen Bäcker, Walter Trückl aus Lenzing, appelliert an die Kunden, beim Nahversorger einzukaufen: „In jeder dritten Gemeinde gibt es keinen Bäcker mehr. Aber der örtliche Bäcker weiß, wie viel er verkaufen kann und produziert danach.“


Symbolbild: Peter Tomschi
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