Mi, 22. November 2017

Epidemie

02.04.2008 20:05

17-Jährige krank: Masernangst in Braunau & Ried

Während in Salzburg die Zahl der Masern-Erkrankungen fast stündlich steigt, sind in Oberösterreich derzeit nur vier Fälle bekannt: Eine 17-jährige Schülerin aus Braunau, die eine Schule in Ried besucht, ist an Masern erkrankt. Ebenso drei Geschwister in Frankenmarkt, die in die Waldorfschule in Salzburg gehen.

„Wir haben in Oberösterreich bei der ersten Teilimpfung eine Durchimpfungsrate von 85 Prozent“, rechnet Landessanitätsdirektor Stefan Meusburger nicht mit einer Masern-Epidemie, schließt aber Einzelinfektionen durch Salzburg-Kontakte nicht aus. Oberösterreichweit gibt es jährlich fünf bis sieben Masern-Erkrankungen. „Derzeit erheben wir den Impfstatus, vor allem bei der zweiten Teilimpfung - dann folgen Aufklärungsmaßnahmen“, ergänzt Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger.

Derzeit gibt es im Land ob der Enns eine Erkrankte in Braunau – „die aber in Ried zur Schule geht“, so der stellvertretende Bezirkshauptmann von Braunau, Dr. Johann Gruber - sowie drei Geschwister in Frankenmarkt. Die beiden Mädchen (13 und 16) sowie der Bub (9) haben sich in der Salzburger Waldorfschule angesteckt. Eine Salzburgerin, die die HTL in Steyr besucht, erkrankte in den Osterferien daheim.

Personen, die als Kinder an Masern erkrankt sind, sowie Geimpfte können diese Krankheit nicht übertragen.

„Mit dieser Krankheit darf man nicht spielen!“
Wie wichtig Schutzimpfungen sind, weiß der Facharzt für Mikrobiologie und Impfberater Martin Haditsch vom Linzer Elisabethinen-Spital.

Wie wichtig ist eine Impfung gegen Masern?
Mit dieser Krankheit darf man sich nicht spielen! Sie greift das Gehirn an, es steht also absolut dafür, sich davor zu schützen und sich somit rechtzeitig impfen zu lassen.

Sich nicht impfen zu lassen, ist also sehr riskant.
Masern haben eine Komplikationsrate von schweren Krankheiten. Im schlimmsten Fall kann jeder Zweihundertste schwere Gehirnschäden davontragen oder sogar sterben - im günstigen Fall einer von Tausend.

Wann sollte man sich die Spritze geben lassen?
Der Impfplan sieht ab dem 15. Monat die erste Impfung vor, die zweite mit etwa zwei Jahren. Wenn man sich im Erwachsenenalter aber nicht mehr sicher ist, hilft ein Bluttest, der zeigt, ob Abwehrstoffe vorhanden sind.

Man sollte bei der Impfung aber manches beachten.
Bei dieser Schutzimpfung kommt es zu „Scheinmasern“, damit der Körper Abwehrstoffe bilden kann. Menschen, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben - wie HIV- oder Chemopatienten sowie Menschen mit einem transplantierten Organ -, sollten sie nicht impfen lassen.

 

Foto: Privat

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