Sa, 25. November 2017

Enthüllungen

10.02.2008 20:08

Kripo suchte auf weißer Weste von oberstem Chef

Angriff soll die beste Verteidigung sein: Schon lange vor seinen Enthüllungen sollen Verfehlungen des BKA-Chefs gesucht worden sein. Dies könnte erklären, warum der angepatzte oberösterreichische Landespolizeikommandant Andreas Pilsl (37) nun behauptete, sein Linzer Hauptbelastungszeuge Herwig Haidinger (53) sei schließlich selbst „kein unbeschriebenes Blatt“.
Der grüne Wiener Aufdecker Peter Pilz will jedenfalls wissen, dass seit einem halben Jahr im Innenministerium „Angst und Panik“ herrschten, weil der oberste Kriminalist keinen Macht- und Amtsmissbrauch duldete, interne Ermittlungen einleitete und Strafanzeigen erstattete. Deshalb wären auch BIA-Ermittler gegen den BKA-Direktor selbst eingesetzt worden, um auf seiner weißen Weste dunkle Flecken aus der Vergangenheit zu suchen, um seine Anzeigen und Aussagen unglaubwürdig zu machen. Es soll aber rein gar nichts Kompromittierendes gefunden worden sein.


Alles andere hätte Linzer Kollegen, die den früheren oberösterreichischen ÖVP-Sicherheitssprecher und Vize-Sicherheitsdirektor gut kennen, auch überrascht: Haidinger hat den Ruf eines korrekten Beamten, der sich weder korrumpieren noch diskreditieren lässt.


ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer sagt zur heutigen SP-Resolution, Pilsl bis zur Aufklärung der Vorwürfe zu beurlauben: „Das würde in Bundeskompetenz fallen und hat mit der Landesregierung überhaupt nichts zu tun.“


Foto: Chris Koller
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