Mi, 22. November 2017

In Hochburg-Ach

30.10.2017 08:25

Nach „Mordversuch“ erfolglose Jagd auf den Täter

War es nun ein versuchter Mord - oder wegen untauglicher Mittel nur eine gefährliche Drohung? Weil es der Polizei von Hochburg-Ach bisher nicht gelungen ist, einen möglicherweise bewaffneten Gewalttäter zu fassen, ist das noch unklar. Wie berichtet, dürfte bei einem Streit eine Ladehemmung das Opfer gerettet haben.

Meistens wird bis zur Klärung des Sachverhaltes das schwerere Delikt angenommen. Nach einer wüsten Auseinandersetzung im Innviertel aber wird derzeit nicht wegen Mordversuchs, sondern nur wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung ermittelt. "Weil wir die Waffe nicht haben und nicht wissen, ob die überhaupt echt war", hatte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried, Alois Ebner, gegenüber der "Krone" erklärt.

Erst flogen die Fäuste...
Die Journalstaatsanwältin hatte die Auseinandersetzung noch dramatischer gesehen: Vermutlich wegen eines Beziehungsstreits im Rotlichtmilieu soll ein ungarischer Zuhälter vor einem Etablissement in Hochburg-Ach einen Türsteher attackiert haben. Erst flogen die Fäuste, wobei der Türsteher verletzt wurde, dann soll der Ungar eine Schusswaffe gezogen haben. "Er hat auf mich gezielt und abgedrückt", zeigte das Opfer bei der Polizei an. Allerdings sei der Schuss nicht losgegangen - möglicherweise hatte die Pistole eine rettende Ladehemmung.

Da der Verdächtige flüchtete und bisher nicht gestellt werden konnte, gibt es derzeit aber keine Tatwaffe. Ob er seinen Gegner tatsächlich erschießen wollte oder nur mit einer Schreckschusspistole oder einer Attrappe gedroht hatte, ist daher unklar, worauf der Ermittlungsgrund "herunter gestuft" wurde.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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