Do, 19. Oktober 2017

Post in Kritik:

03.08.2017 06:22

Brief mit 100 Euro ist verschwunden

Die Post bringt allen was - dieser Slogan stimmt zumindest nicht für einen 72-jährigen Linzer, der einem Sohn, der in Altenmarkt bei St. Gallen (Stmk.) wohnt, zum Geburtstag einen Brief mit 100 Euro schicken wollte. Die wertvolle Sendung ist seit 13. Juli spurlos verschwunden, die teure Banknote ist vermutlich weg.

"Mich ärgert das gleich doppelt. Einerseits, weil die Post den Geburtstagsbrief an meinen Sohn verschlampt hat und andererseits, weil ich seither zweimal bei der Filiale in Linz-Kleinmünchen war und jedes Mal abgeschasselt  worden bin", sagt der Linzer Ernst A. (72) zur "Krone": "Ich hab’ schon ein paar Mal Geld per Post verschickt, es gab nie Probleme, hat immer tadellos geklappt. Aber diesmal ist der Brief nicht am Empfangsort aufgetaucht, obwohl es ein Einschreiben war. Junge Verwandte haben für mich im Internet nachgesehen, anscheinend hat der Geburtstagsbrief mit dem Geld  das Postamt Kleinmünchen nie verlassen. Dabei hat man die Banknote  aber nicht einmal durch den Umschlag sehen können, weil sie im Gratulationsbillett gesteckt ist."

Bei der Österreichischen Post sieht man das mysteriöse Verschwinden des wertvollen Briefs ausgesprochen tiefenentspannt. Sprecher Michael Homola: "Es gibt unzählige Möglichkeiten, wo der Brief verloren gegangen sein kann. Ich muss aber ohnedies  darauf hinweisen, dass das Verschicken von Geld auf diese Weise in unseren Geschäftsbedingungen ausgeschlossen ist".

Homola im "Krone-Interview:

Sie machen dem Kunden, der seinen 100 Euro nach-trauert, wenig Hoffnung.
Das wir ihm die 100 Euro retournieren, das wird’s nicht spielen. Alleine schon, weil das Verschicken von Geld in unseren Geschäftsbedingungen ausgeschlossen ist. Es gibt eindeutig elegantere und schnellere Wege, Geld zu verschenken.
Da hilft diesem Posktunden also wirklich nichts.
Wenn man unbedingt Wertvolles am Postweg versenden will, dann gibt es den Wertbrief oder das Wertpaket. Aber selbst solche Pakete sind nur bis zu einem Gegenwert von 510 Euro versichert, also ein Juwelencollier würde ich nicht so verschicken.
Wie oft verschwinden eigentlich Briefe und Pakete?
Das ist im Promillebereich, dabei bearbeiten wir 81 Millionen Pakete und 790 Millionen Briefe.

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