Di, 21. November 2017

Stiche im Mund

29.06.2017 15:52

Bierdeckel und Strohhalm als Lebensretter

Insekten sind nicht nur für Allergiker ein Risiko: Wird man im Mund gestochen, ist jeder in Gefahr. Strohhalm, Bierdeckel und ein Sieb sind potenzielle Lebensretter, dazu kommt Sauberkeit am Tisch. Ein acht Monate altes Mäderl in Attnang-Puchheim wurde im Rachenraum von einer Biene gestochen und, wie berichtet, gerettet.

"Dass eine Biene in den Mund kommt, ist ungewöhlich. Meist sind es Wespen, die am Kuchen mitnaschen oder im Getränk schwimmen, die im Rachenraum stechen", weiß Insekten-Experte Fritz Gusenleitner vom Biologiezentrum Linz. Denn nur die Gemeine und Deutsche Wespe werden vom süßen Geschmack, Fleisch oder auch von Bier magisch angezogen. "Ein Bierdeckel am Glas ist derzeit unverzichtbar und Kinder sollten nur aus verschlossenen Flaschen und mit Strohhalm trinken", sagt auch Alfred Mühlberger vom Kirchdorfer Krankenhaus.

Eis lutschen hilft

Wenn ein Stich im Mund passiert, jedenfalls den Notruf wählen und kühlen. "Kindern kann man ein Eis lutschen lassen", rät der Mediziner, wie man gegen die Schwellung, die im schlimmsten Fall die Atemwege verlegen kann, kämpft.

Tisch ordentlich abräumen
Es gibt inzwischen zwar schon spezielle Deckel und auch Strohhalmgläser in verschiedenen Größen, doch es reichen eben auch Bierdeckel und bei Flaschen die Kronkorken, die man einfach wieder leicht aufdrückt, wenn das Getränk beiseite gestellt wird. "Nach dem Essen im Freien alles wegräumen und wirklich im Kühlschrank verwahren, nicht den Kuchen eine Stunde vielleicht auch noch unabgedeckt stehen lassen", sagt Gusenleitner - der Geruch ist für die Insekten so verlockend, dass sie sich durch keinen Abwehrstoff verscheuchen lassen würden. Und am Abend aufpassen: Licht zieht Hornissen an.

Spitzwegerich hilft
Wer viel draußen unterwegs ist, sollte übrigens wissen, wie Spitzwegerich aussieht: Zerdrückt wirkt der Saft der Pflanze abschwellend bei jeglicher Art von Insekten-Stich.

Markus Schütz, Kronen-Zeitung

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