Mi, 18. Oktober 2017

Umweltreferenten:

11.06.2017 05:00

Ein Bündnis für die „Sumsis“

Sie liest sich fast wie eine Kurzfassung des Sachbuch-Klassikers "Der stumme Frühling" von 1962, diese Öko-Resolution: Oberösterreichs Umweltreferent Rudi Anschober (Grüne) legt sie bei der Konferenz der Landesumweltreferenten am 23. Juni in Gmunden vor. Dort wird es also ein Bündnis für die "Sumsis" und die anderen bestäubenden Insekten geben, deren Lebensraum immer enger wird.

Zentrale Sätze aus der "Sumsi-Resolution" beschreiben die aktuelle La-
ge: "Von den 124 wichtigsten Nutzpflanzen werden
70 Prozent von Bienen bestäubt. Ohne Bienen gäbe es nicht nur keinen Honig, es würden weltweit 30 Prozent der Ernten ausfallen. Seit einigen Jahren ist das Bienensterben in aller Munde. Monotone Agrarlandschaften, Pestizide, Schädlinge, Überzüchtung und der Klimawandel setzen den Bienenvölkern stark zu."
Höchste Zeit zum Handeln also, aber auch, um politische Signale zu setzen - wie die Resolution an den Umweltminister, der zugleich auch für die Landwirtschaft zuständig ist - der kernige Tiroler Andrä Rupprechter von der ÖVP.

Bienenschädliche Gifte verbieten
Er soll sich für ein Verbot von Neonicotinoiden, ein nicht nur für Bienen schädliches Pflanzenschutzmittel, ebenso einsetzen wie gegen die Weiterverwendung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat - wie überhaupt gegen Pestizide und Herbizide, welche im Verdacht stehen, negative Auswirkungen auf Mensch und Natur zu haben. Da gesunde Böden und Pflanzenvielfalt für Bienen, Schmetterline und Co. überlebenswichtig sind, gilt eine weitere Forderung einer deutlichen Erhöhung des biologischen Landbaus in ganz Österreich.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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