Di, 21. November 2017

Lebensrettung

08.06.2017 06:07

Familienalltag nach dem Kajak-Unglück

"Ich bin wirklich stolz auf den Lorenz", sagt Markus Grünseis über seinen Sohn, der ihm am Sonntag nach einem Kajakunfall bei Klaus auf der Steyr das Leben gerettet hat. Der 13-Jährige war - wie berichtet - hinter seinem Vater gepaddelt und ihm gelang, den vorerst nicht ansprechbaren 47-Jährigen ans Ufer zu ziehen.

Lebensretter Lorenz Luger besuchte am Mittwoch ganz normal den Schulunterricht, auch Vater Markus Grünseis war wieder an seinem Arbeitsplatz. "Nach der ganzen Aufregung ist jetzt wichtig, dass der Alltag einkehrt", sagt Mutter Rita Luger aus Pattigham.
Die vergangenen Tage seien für die Familie sehr turbulent gewesen, mit Gefühlen zwischen Todesangst und Glückseligkeit. "Wir sind froh, dass alles so gut ausgegangen ist, doch jetzt brauchen wir Ruhe, das Erlebte verarbeiten zu können." Nach einer Nacht im Spital durfte Grünseis am Dienstag bereits nach Hause. Er hat das Unglück trotz gewisser Zeit unter Wasser körperlich heil überstanden. "Laut den Ärzten hat das auch mit der kühlen Wassertemperatur der Steyr zu tun", sagt Rita Luger.

Überlebenschance
Primar Robert Pehn, Unfallchirurg am LKH Kirchdorf, bestätigt den Zusammenhang: "Kaltes Wasser verlängert die Überlebenschance ohne Sauerstoff." Der Körper aktiviert auch Reflexe, die verhindern, dass geatmet und viel Wasser geschluckt wird. Pehn: "Wenn Wasser eindringt, absorbiert das die Lunge."
Ob Lorenz und sein Vater den Unfall auch psychisch so weit verkraftet haben, um bald wieder zu paddeln, ist unklar. Luger: "Das war vorerst noch kein Thema."

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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