Di, 24. Oktober 2017

Aktion scharf

24.04.2017 05:05

150.000 € Strafen bei Spiel-Razzien

Ähnlich wie in Linz und Wels - wir berichteten - machen auch die Behörden im Bezirk Braunau mobil gegen das illegale Glücksspiel. Eva Gaisbauer, Chefin der BH-Sicherheitsabteilung, leitet die Einsätze. Heuer wurden schon 15 Automaten beschlagnahmt, ein Betrieb geschlossen, zahlreiche Strafverfahren eingeleitet.

Sie haben im Bezirk eine Aktion scharf gegen das illegale Glücksspiel ausgerufen?
Diese Problematik steht bei uns das ganze Jahr im Fokus.

Wie viele Razzien konnten Sie bisher durchführen?
Bisher sechs, die wir mit der Finanzpolizei und zum Teil mit der Bundespolizei angesetzt haben. Es sind Geldstrafen in Höhe von 150.000 € verhängt worden.

Sind bei den Betroffenen Lerneffekte spürbar?
Es gibt Betriebe, die mehrfach kontrolliert und deren Besitzer bestraft wurden, die das aber nicht davon abgehalten hat, neue Automaten aufzustellen.

Gab es besonders schwierige Einsätze?
Ein Gastronom wollte besonders gefinkelt sein. Er hat illegale Geräte aus seinem Lokal heimlich in ein Nebengebäude gebracht. Dort waren die Fenster verklebt - von außen hatte man den Eindruck, es würde leer stehen. Wir sind dem Mann aber auf die Schliche gekommen.

Warum ist man von der Praxis abgerückt, illegale Geräte nur zu versiegeln?
Weil leider vorgekommen ist, dass Automaten plötzlich verschwunden waren.

Es dauert oft sehr lang, bis Strafen rechtskräftig sind.
Die Betreiber bekämpfen jeden einzelnen Bescheid bis zum Höchstgericht.

Interview: Jürgen Pachner

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).